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Lokales Igel-Zentrum in Leipzig-Großzschocher von Schließung bedroht
Leipzig Lokales Igel-Zentrum in Leipzig-Großzschocher von Schließung bedroht
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23:59 25.08.2014
Vereinschefin Gudrun Natschke hat schon viele Igel gerettet. Quelle: André Kempner
Leipzig

Damit verliert der Betreiberverein, der sich allein durch Spenden und Mitgliedsbeiträge erhält, eine wichtige finanzielle Stütze für die anfallenden Miet- und Betriebskosten.

Seit 1997 nimmt die Station Jahr für Jahr die verletzten, kranken und in Not geratenen Wildtiere liebevoll in Obhut. Neben der aktiven Überlebenshilfe für Igel macht sich der Verein auch die Naturschutzbildung zur Aufgabe. Bis zu 1500 Kinder finden sich jährlich in den Räumen in der Hornstraße 9 ein, um in Ferienangeboten oder Projektunterricht zu lernen, wie ein in Not geratener Igel versorgt wird und was für die Überwinterung nötig ist. Ebenso geht es um das richtige Verhalten mit und in der Natur.

Die Vorsitzende des Vereins "Igelfreunde Leipzig und Umgebung", Gudrun Natschke, möchte momentan keine Aussage zur Lage und zu eventuellen Veränderungen in der Auffangstation machen. Dennoch: Der Unterricht und die Auffangstation für die kleinen Stacheltiere sind auf längere Sicht bedroht.

Leipzigs Grünen-Chef Jürgen Kasek hatte als Jugendlicher selbst einen Igel des Schutzzentrums zur Überwinterung bei sich aufgenommen. Daher liegt ihm der Fall besonders am Herzen. "Es ist nicht hoch genug zu schätzen, was hier geleistet wird", sagte der Rechtsanwalt auf LVZ-Anfrage. Aktuell befinde man sich in Gesprächen mit dem Amt für Umweltschutz und der Stadtförsterei. Ein neuer Partner für die Station sei dringend nötig und - falls es hart auf hart kommt - wohl auch neue Räumlichkeiten. Nichtsdestotrotz findet die wichtige Arbeit der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter vorläufig weiter regulär statt. Auch das traditionelle Herbstfest wird wie jedes Jahr veranstaltet. "Igel sind zwar große Sympathieträger, aber dennoch gefährdet", so Kasek, der sich für den Erhalt des Zentrums einsetzt. Nach wie vor könnten verletzte, kranke und verwaiste Igel in die Hornstraße 9 gebracht werden. Dort stehen auf zwei Stationen 50 Pflegeplätze, ein Freigehege und ein Labor zur Verfügung. Auch der Unterricht in den Schulungsräumen sowie auf der Freifläche findet unverändert mit anschaulichen Materialien statt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.08.2014

Christin Pomplitz

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