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Lokales Illegaler Cannabis-Anbau in Wohnung: Vermieter hat Recht auf fristlose Kündigung
Leipzig Lokales Illegaler Cannabis-Anbau in Wohnung: Vermieter hat Recht auf fristlose Kündigung
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15:30 17.07.2015
Der Cannabis-Anbau zu gewerblichen Zwecken in der Wohnung kann zu einer Kündigung führen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Dieses Vorgehen wird durch einschlägige Gerichtsurteile gestützt“, sagte Anke Matejka, Vorsitzende des Mietervereins Leipzig. Die Haltung von Cannabis-Pflanzen als Zierpflanzen sei erlaubt, jedoch dürfe der Zweck der Wohnung nicht entfremdet werden. „Bei dem Anbau einer Pflanze ist mit keinen Konsequenzen zu rechnen. Jedoch darf keine gewerbliche Zucht zum Verkauf statt finden“, teilte ein Sprecher des Mietervereins mit.

So sah das Amtsgericht in Köln den Cannabis-Anbau als Missbrauch der Mietsache. Dort züchtete ein Anwohner 13 Marihuana-Pflanzen mit einer Höhe bis zu 1,10 Metern. Daneben befanden sich 43 Blumentöpfe mit Reststängeln in seiner Wohnung.

Der Vermieter könne in solchen Fällen fristlos kündigen, ohne den Ablauf der normalen Kündigungsfrist abzuwarten. Oft werde er jedoch nur durch Zufall auf solche Verstöße aufmerksam, da er kein Recht auf die Sichtung einer Wohnung habe. Meistens sind es Nachbarn, die aufgrund des unangenehmen Duftes oder der sichtbaren Bepflanzung auf dem Balkon den Vermieter verständigen.

Wer Cannabis-Pflanzen in seiner Wohnung anbaut, riskiert jedoch nicht nur die Kündigung, sondern begeht gleichzeitig eine Straftat. Ob diese dann zur Anzeige gebracht wird, hängt von dem Vermieter ab.

Vivian Degen

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