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Illegaler Cannabis-Anbau in Wohnung: Vermieter hat Recht auf fristlose Kündigung

Illegaler Cannabis-Anbau in Wohnung: Vermieter hat Recht auf fristlose Kündigung

Der Cannabis-Anbau in der eigenen Wohnung oder auf dem Balkon, um Rauschgift zu gewerblichen Zwecken zu produzieren, ist kein Kavaliersdelikt. Wer seine Wohnung dafür in erheblichem Umfang nutzt, kann mit einer fristlosen Kündigung des Vermieters rechnen, teilte der Mieterverein Leipzig am Donnerstag mit.

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Der Cannabis-Anbau zu gewerblichen Zwecken in der Wohnung kann zu einer Kündigung führen.

Quelle: André Kempner

Leipzig. „Dieses Vorgehen wird durch einschlägige Gerichtsurteile gestützt“, sagte Anke Matejka, Vorsitzende des Mietervereins Leipzig. Die Haltung von Cannabis-Pflanzen als Zierpflanzen sei erlaubt, jedoch dürfe der Zweck der Wohnung nicht entfremdet werden. „Bei dem Anbau einer Pflanze ist mit keinen Konsequenzen zu rechnen. Jedoch darf keine gewerbliche Zucht zum Verkauf statt finden“, teilte ein Sprecher des Mietervereins mit.

So sah das Amtsgericht in Köln den Cannabis-Anbau als Missbrauch der Mietsache. Dort züchtete ein Anwohner 13 Marihuana-Pflanzen mit einer Höhe bis zu 1,10 Metern. Daneben befanden sich 43 Blumentöpfe mit Reststängeln in seiner Wohnung.

Der Vermieter könne in solchen Fällen fristlos kündigen, ohne den Ablauf der normalen Kündigungsfrist abzuwarten. Oft werde er jedoch nur durch Zufall auf solche Verstöße aufmerksam, da er kein Recht auf die Sichtung einer Wohnung habe. Meistens sind es Nachbarn, die aufgrund des unangenehmen Duftes oder der sichtbaren Bepflanzung auf dem Balkon den Vermieter verständigen.

Wer Cannabis-Pflanzen in seiner Wohnung anbaut, riskiert jedoch nicht nur die Kündigung, sondern begeht gleichzeitig eine Straftat. Ob diese dann zur Anzeige gebracht wird, hängt von dem Vermieter ab.

Vivian Degen

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