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Lokales "Im August gab es einen Knick": Leipziger Freibäder ziehen mäßige Saisonbilanz
Leipzig Lokales "Im August gab es einen Knick": Leipziger Freibäder ziehen mäßige Saisonbilanz
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21:26 07.09.2014
Badespaß im Schreberbad. (Archivfoto) Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

An den beiden sonnig-warmen Finaltagen hoffte die Sportbäder GmbH, die 111 000er-Marke knacken zu können. Im Vorjahr hatten insgesamt 128 000 Badegäste nach Abkühlung gesucht. Allerdings standen 2013 nur vier Freibäder zur Verfügung, da die Einrichtung in Schönefeld damals saniert wurde.

"Der Juni und der Juli waren prima, im August gab es dann den Knick", sagte KWL-Sprecherin Katja Gläß über die abgelaufene Freiluftsaison. "Vor allem zu Pfingsten haben die Leipziger unser Angebot rege genutzt. 22 000 Besucher an vier Tagen, das war ein Top-Wert." Doch da sich Klärchen in der zweiten Sommerferien-Hälfte überwiegend hinter Regenwolken verschanzte, gingen die Hoffnungen der Sportbäder GmbH auf ein ähnlich gutes Geschäftsergebnis wie 2013 im Schmuddelwetter baden.

Zum Liebling des Publikums avancierte einmal mehr das Schreberbad am Rande der City mit 37 000 "Wasserratten". Ein hervorragendes Comeback feierte nach Einschätzung von Unternehmenssprecherin Gläß das Sommerbad Schönefeld. "Dort haben wir mit 28 000 Gästen ein deutliches Plus verzeichnet." Vor dem Umbau des Bades - zuletzt im Jahr 2011 - hatten lediglich 22 000 Besucher die Volbedingstraße 39 angesteuert. "Unser Konzept, aus Schönefeld ein modernes Familienbad zu machen, ist aufgegangen." Wie berichtet, hatte die Bäder-Gesellschaft mehr als 1,3 Millionen Euro in die Anlage gesteckt. Diese wurden unter anderem in ein Erlebnisbecken mit Riesenrutsche, einen Kinderbereich mit Wasserspielplatz und Klettergeräte in der Liegezone investiert.

Gute Noten gab es auch für das Bad in Kleinzschocher, das aufgrund umfangreicher Modernisierungsarbeiten am großen Becken erst Ende Juni ans Netz gegangen war. Sorgenkind bleibt das Ökobad in Lindenthal - allerdings nicht wegen seiner zwischenzeitlichen Sperrung aufgrund erhöhter Pseudomonaden-Werte. Es geht vielmehr um die Zukunft des Areals. Hierzu soll es in dieser Woche ein Krisengespräch zwischen Stadtverwaltung und Lindenthaler Ortschaftsräten geben. Da der Kommunalbetrieb Sportbäder GmbH in der Anlage, deren Wurzeln 90 Jahre alt sind, in erster Linie ein Zuschussgeschäft sieht, denkt das Sportdezernat über eine Schließung nach. Im Gespräch soll unter anderem die Umgestaltung zu einer Parkanlage sein.

Während der Sommer sich allmählich verabschiedet, haben mit dem Ende der Schulferien die Schwimmhallen wieder geöffnet. Ab heute steht auch die Halle Mitte in der Kirchbergstraße 84 zur Verfügung. Sie hat für 160 000 Euro einen neuen Beckenumgang, neue Fliesen und Heizkörper erhalten. Zudem wurden das Filtermaterial und die Bänke ausgetauscht.

Insgesamt pumpte der Sportbäder- Betrieb vor Beginn der Hallensaison 2014/2015 rund 300 000 Euro in seine acht Indoor-Einrichtungen. In der Schwimmhalle Nord, Kleiststraße 54, etwa zeigt sich der Umkleidebereich in einem neuen Gewand. Neben den Hallen Nordost und Südost wurden zusätz- liche Fahrradbügel montiert. Darüber hinaus fanden in allen Schwimmhallen Wartungs- und Grundreinigungsarbeiten statt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.09.2014

Dominic Welters

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