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Lokales Im Leipziger Klinikum St. Georg startet Petition gegen Kündigungen
Leipzig Lokales Im Leipziger Klinikum St. Georg startet Petition gegen Kündigungen
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00:59 04.12.2013
Riesengroß ist das Interesse bei der Belegschaft des St. Georg, etwas über die Zukunft der Klinik zu erfahren. Quelle: Wolfgang Zeyen

Pflegekräfte, Ärzte und technisches Personal erhofften sich von Geschäftsführerin Iris Minde verbindliche Aussagen zu Strukturveränderungen und ihren Jobs.

"Es war eine sehr emotionale Betriebsversammlung, es gab eine sachliche Diskussion, keine Schlammschlacht", sagte Betriebsrat Tilo Aè, Wie berichtet, doktert die Geschäftsführung seit Monaten an den Strukturen des in die roten Zahlen gerutschten kommunalen Klinikums herum. Über 100 Jobs wurden in diesem Jahr bereits in billigere Tochterfirmen ausgelagert, die letzten verbliebenen 17 Stationshilfen erhielten ihre Kündigungen. Aè: "Die Belegschaft ist durchaus zu Veränderungen bereit, sie will nur wissen, wohin die Reise geht und welchen Beitrag sie zur Sicherung des Unternehmens leisten kann." Aber auf Antworten darauf warteten die Mitarbeiter auch gestern vergeblich. Ein greifbares Ergebnis brachte das Belegschaftstreffen allerdings: Dort wurden die ersten Unterschriften für eine Petition gesammelt, die den Stadtrat auffordern soll, dafür zu sorgen, dass es bis 2021 in städtischen Unternehmen keine betriebsbedingten Kündigungen gibt. Die Stationshilfen erfuhren gestern von ihren Kollegen große Solidarität. Vor dem Arbeitsgericht fanden am Montag bereits die ersten Termine statt, zu einer gütlichen Einigung zwischen ihnen und der Klinik kam es aber nicht. Mittlerweile wurde bekannt, dass jetzt auch noch in einem Tochterunternehmen Beschäftigte betriebsbedingte Kündigungen erhielten, deren Jobs im Sommer erst zu schlechteren Konditionen vom Mutterbetrieb ausgelagert worden waren.

Am Freitag wird der Aufsichtsrat über den Wirtschaftsplan für 2014 beraten. Der Betriebsrat hat aus dem Anlass zu einer außerordentlichen Betriebsversammlung aufgerufen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.12.2013

Klaus Staeubert

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