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Lokales Im Neuseenland soll nicht jedes Boot fahren dürfen
Leipzig Lokales Im Neuseenland soll nicht jedes Boot fahren dürfen
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13:45 09.09.2010
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Leipzig

"Welche Bootstypen letztendlich zugelassen werden, muss ein Gutachten klären", sagte Michael Feist, Vize-Präsident der Landesdirektion Leipzig.

Das Konzept zur Beschiffbarkeit geht in zwei Richtungen. Erstens die Schiffbarkeit selbst, wofür die Landesdirektion zuständig ist, zweitens die Nutzung der Gewässer, die über eine Rechtsverordnung geregelt werden muss. Anfang 2011 soll das Konzept fertig und damit klar sein, welche Wasserfahrzeuge zugelassen werden.

Dass dies ein heikles Thema ist, zeigte sich kürzlich bei der Eröffnung des Teilstückes am Elsterflutbecken. Dort kam es zu Protesten von Umweltschützern. Sie befürchten eine Freigabe des Floßgrabens im Auenwald für Motorboote. Wenn die Stadt auf dem Kurs 1 (vom Cospudener See bis zum eröffneten Abschnitt) das umweltfreundliche Leipzig-Boot zulassen wolle, müsse sie nach europäischem Wettbewerbsrecht auch alle anderen Motorboote erlauben, sagte Tobias Riprecht vom Ökolöwen: „Das wäre eine Katastrophe.“

Die Steuerungsgruppe will einen bereits mehrfach diskutierten Plan neu angehen. Der Elster-Saale-Kanal, der bisher bei Günthersdorf endet, soll an die Saale angebunden werden. Grundsätzlich könne man sich das Projekt vorstellen, sagte Gerhard Gey (CDU), Sprecher der Gruppe. Eine belastbare Zahl, was das kosten würde, existiert nicht. "Das wollen wir aber auch schaffen. Schließlich müssen wir ja wissen, über welchen Betrag wir reden und ob das alles Sinn macht", so Gey.

Um das Tourismusgebiet erfolgreich zu entwickeln soll auch für die Vermarktung ein Konzept erstellt werden. "Wir haben für das kommende Jahr einen Marketingetat von einer Million Euro für ganz Sachsen", schilderte Gabriela Lantzsch, Vereinsvorsitzende des Leipziger Neuseenlandes, die für sie wenig erfreuliche Lage. Noch 2008 war die Summe doppelt so hoch. Dennoch sei es gelungen, dass Neuseenland bekannter zu machen. "Noch 2006 kannten nur 17 Prozent der Befragten das Gebiet. Aktuell konnte jeder Zweite der Befragten etwas mit dem Neuseenland anfangen." Und damit nicht genug: "Markkleeberg konnte die Zahl der Übernachtungen von 2003 bis 2008 verdoppeln", so Lantzsch. Es sei wichtig, Leipzig als touristische Region zu etablieren. Vergleichen wolle sich das Neuseenland in Sachen Vermarktung mit der Mecklenburger Seenplatte.

Bisher gingen bei der Steuerungsgruppe 60 Stellungnahmen von Bürgern und Interessenvertretern ein. Darin äußern sie sich über ihre Vorstellungen, wie das Neuseenland gestaltet werden kann. Gelesen habe Feist noch keine, er sei aber sehr interessiert und lasse sich den Inhalt zusammen fassen.

Reik Anton

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