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Lokales Im St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig werden jetzt Geburtsurkunden ausgestellt
Leipzig Lokales Im St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig werden jetzt Geburtsurkunden ausgestellt
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19:35 04.04.2017
Marion Schlegel (r.) stellte Michaela Richter und Sascha Benlarbi bereits im Elisabeth-Krankenhaus die Geburtsurkunde fürs Söhnchen Leopold aus. Mal über die Schulter schauten Ulrich Hörning (hinten links) und Albrecht Graf Adelmann.   Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Wie praktisch: Kaum geboren – schon amtlich registriert! Im St. Elisabeth-Krankenhauses ist das seit Dienstag möglich. Das Standesamt der Stadt hat seinen Service damit etwas erweitert. Zunächst „ein Pilotprojekt“, wie Uwe Bernhardt, der Leiter jener Behörde, sagte.

Dienstags und donnerstags (außer an Feiertagen) biete jetzt eine seiner Standesbeamtinnen oder -beamten ganztägig frisch gebackenen Eltern im Elisabeth die Ausstellung des amtlichen Papiers an. Laptop, Signaturkartenlesegerät und ein mobiles EC-Lesegerät bringen sie mit. Mütter beziehungsweise Eltern hingegen sollten alle erforderlichen Unterlagen dabei haben. Und die EC-Karte. Die Gebühren könnten nur so beglichen werden, wie es hieß. Für eine Beurkundung sei es nicht zuletzt unerheblich, ob die Eltern des Neugeborenen in Leipzig wohnen oder von außerhalb kommen. Maßgeblich sei eben der Ort der Geburt.

 Den Auftakt-Tag des Projekts im Elisabeth bestritt am Dienstag Standesbeamtin Marion Schlegel – vorerst mit noch verkabelter Computertechnik in der Krankenhaus-Bibliothek. Aber guten Mutes: „Bis zum Mittag hatte ich bereits acht Termine! Im 20-Minuten-Takt“, so die 50-Jährige. In diese Terminliste, die es nun im Krankenhaus gibt, hatten sich auch Michaela Richter (36) und Sascha Benlarbi (32) eingetragen, die am vergangenen Sonntag Eltern von Klein-Leopold geworden waren. „Hier gleich die Geburtsurkunde zu bekommen, ist doch sehr schön“, fand die junge Frau. „Müsste man erst zu Ämtern, um die Geburtsurkunde zu beantragen, würde das ja alles erst dauern, bis man sie dann hat.“ Dabei benötige man das Dokument ja zum Beispiel schon mal für diverse Bescheinigungen bei der Krankenkasse, zum Beantragen weiterer Leistungen...

Dass Geburtsurkunden gleich direkt in einem Krankenhaus ausgestellt werden, „so etwas gibt es meiner Kenntnis nach jetzt auch nur in Leipzig“, überlegte Bernhardt. „Soweit wir wissen, sind wir damit bundesweit sogar die ersten“, sagte Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning. Für das St. Elisabeth, mit dem man diese Regelung im Sinne von mehr Bürgerfreundlichkeit getroffen hatte, habe man sich dabei aus ganz pragmatischen Gründen entschlossen. „Es ist im Vergleich zum Klinikum St. Georg und zum Universitätsklinikum ein ,überschaubareres’ Haus, hier gibt es im Schnitt 45 Geburten in der Woche, die den Aufwand für das Standesamt planbar machen. Hier können wir so ein neues Angebot erst mal in Ruhe testen“, erklärte Bernhardt.

St. Elisabeth-Geschäftsführer Albrecht Graf Adelmann hat zu dieser Offerte auch nicht Nein gesagt. „Das Angebot der Stadt ehrt uns und gibt auch uns die Möglichkeit, unseren Service für werdende und frischgebackene Eltern auszubauen“, betonte er. „Wir hoffen, das Projekt wird gut angenommen!“ Das soll sich bis Jahresende zeigen. Laut Hörning werde da Bilanz gezogen – und mal weiter geschaut.

 Im Vorjahr hat das Standesamt Leipzig übrigens 7306 Geburten beurkundet, davon 1681 vom 1. Januar bis 2. April. Im gleichen Zeitraum diesen Jahres seien es bereits 1774 gewesen.

Von Angelika Raulien

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