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Immobilienverband Mitte-Ost rät zu Investition in Immobilien in Sachsen

Betongold: Was lohnt sich in Sachsen? Immobilienverband Mitte-Ost rät zu Investition in Immobilien in Sachsen

In Zeiten niedriger Zinsen fällt es schwer, sein Geld sicher anzulegen. „Der traditionelle Sparstrumpf taugt da wenig“, ist Jens Zimmermann überzeugt. „Die Inflation frisst faktisch das auf die hohe Kante Gelegte förmlich auf“, fügt der Vorstand und Sprecher des IVD Immobilienverbandes Mitte-Ost hinzu.

So wie hier im Leipziger Musikerviertel wird in deutschen Metropolen immer mehr Wohnraum geschaffen. Viele Sachsen kaufen ihre eigenen vier Wände mittlerweile selbst, auch wenn die Preise wie in der Messestadt steigen.

Quelle: dpa

Leipzig. In Zeiten niedriger Zinsen fällt es schwer, sein Geld sicher anzulegen. „Der traditionelle Sparstrumpf taugt da wenig“, ist Jens Zimmermann überzeugt. „Die Inflation frisst faktisch das auf die hohe Kante Gelegte förmlich auf“, fügt der Vorstand und Sprecher des IVD Immobilienverbandes Mitte-Ost hinzu. Die Preissteigerung bewirke, dass innerhalb von wenigen Jahren zum Beispiel 10 000 Euro nur noch 6000 Euro wert seien. Er rät, nicht zuletzt berufsbedingt als Chef der Schwarzenberger Immobilienfirma SZB Senator, zur Investition in das sogenannte Betongold. „Das eigene Haus oder eine Eigentumswohnung – das lohnt sich“, sagt er im Brustton der Überzeugung.

Bedarf an Immobilien wächst

Und lässt auch nicht lange auf Argumente warten, die seine Meinung stützen sollen. Mietfreies Wohnen im Alter ist ein gängiges Motiv vieler, die ihr Geld in eine Immobilie stecken. Daran ist „nicht zu zweifeln“. Hinzu komme, so Zimmermann, „ein Wertzuwachs für die Immobilie im Laufe der Jahre. Er beträgt im Schnitt zwei bis drei Prozent pro Jahr. Das sei ein Effekt der Inflation. Denn die Preise, Löhne, Baukosten steigen. „Wofür der Bauherr früher ein Haus errichten konnte, dafür kriegt er heute vielleicht noch eine Doppel-Garage“, versinnbildlicht der Fachmann die Entwicklung.

Sie erhalte seit geraumer Zeit einen zusätzlichen Antrieb: Der Bedarf an Immobilien nehme zu. „In den vergangenen drei Jahren haben wir in Sachsen ein Plus von rund fünf Prozent verzeichnet.“ Das erhöhe natürlich ebenfalls den Wert der Wohnimmobilien. Sachsen erfreue sich, „von wenigen regionalen Ausnahmen abgesehen“, großer Beliebtheit. Einerseits ziehe es den einen oder anderen, der beruflich in den Westen gegangen ist, wieder in die Heimat zurück. Und: „Immer mehr Westdeutsche entdecken den Osten und seine Lebensqualität“, betont Zimmermann. Gerade aus teuren Gegenden wie München, Stuttgart und Hamburg würden zunehmend Zuzüge gen Sachsen registriert. Aber auch aus Regionen um Bochum, Essen oder Wuppertal. Hohe Nachfrage treibe die Preise für Wohneigentum zusätzlich an.

So gut dies klingt: „Eine absolute Sicherheit, mit der Immobilienanlage nichts falsch zu machen, gibt es allerdings nicht“, dämpft der Fachmann überzogene Erwartungen. Um dennoch nicht ganz daneben zu liegen, rät er, sich bei Profis zu informieren. Bei IVD-Mitgliedern beispielsweise. „Sie sind seriös. Denn um Mitglied im Verband zu werden, müssen sie bestimmte Zugangsbedingungen erfüllen.“ Nötig sei etwa der ständige Nachweis der Qualifikation des Immobilien-Experten, seine berufliche Ausbildung. Zudem müsse er mindestens zehn Jahre in der Branche zugange sein. „Darüber hinaus bietet der Verband Versicherungsschutz im Falle von Unregelmäßigkeiten“, betont Zimmermann. Und sollte es zwischen Bauherren und Baufirma zum Streit kommen, stehe der Verbands-Obmann bereit.

Lage und Nachhaltigkeit sind wichtig

Damit es erst gar nicht dazu kommt, sollte der Bauwillige auf die drei goldenen Faktoren achten, so der IVD-Vorstand: auf Lage, Funktionalität und Nachhaltigkeit der Immobilie. Wo gebaut werde, spiele eine wichtige Rolle. Ist der Anschluss zum Beispiel an die Infrastruktur gegeben? Befinden sich Arztpraxen, Einkaufsmöglichkeiten, Kindereinrichtungen in der Nähe oder sind sie bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar? Hat das Haus einen Keller, ist es barrierefrei angelegt, passen Anlage und Größe der Wohnräume, der Sanitäreinrichtungen zu den Wünschen älterer Menschen? Bieten die verwendeten Baumaterialien eine nachhaltige Lebensdauer? Alles Fragen, die bei einem späteren Verkauf der Immobilie an Bedeutung ge­winnen.

Schließlich ist noch die Finanzierung zu klären. „Zehn bis 30 Prozent des Hauspreises sind als Eigenkapital einzubringen“, meint Zimmermann. Wer diese Summe nicht verfügbar hat, sollte die Finger davon lassen. „Aber auch da sind Immobilienprofis als Partner eine sichere Bank“, meint der Schwarzenberger. Und in Niedrigzins-Zeiten sollte eine Tilgung des Kredits bei drei Prozent pro Jahr liegen. „Sonst ist im Schnitt ein bis anderthalb Prozent üblich“, sagt der IVD-Vorstand.

Immobilien als relativ sichere Anlage haben in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Der zunehmende Drang nach den eigenen vier Wänden widerspiegelt sich in Sachsen signifikant in der Wohneigentumsquote. Sie liegt laut Zimmermann derzeit bei 14 Prozent (bundesweit: 17) in städtischen Gebieten und bei 43 Prozent (51) in ländlichen Regionen. Dies sei erstaunlich, betrug sie doch in der Wendzeit im Freistaat lediglich etwa drei beziehungsweise sechs Prozent.

Von Ulrich Langer

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