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Lokales In Leipzig-Plagwitz entsteht ein Grünzug
Leipzig Lokales In Leipzig-Plagwitz entsteht ein Grünzug
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22:31 29.05.2015
Der Güterbahnhof in Plagwitz. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Auf dem Gelände des Plagwitzer Güterbahnhofs haben die Bagger und Raupen der Firma Strabag in den vergangenen Wochen ganze Arbeit geleistet. Von den alten Schuppen und Buden, die dort vor Jahren außer Dienst gestellt wurden, ist nichts mehr zu sehen. Statt Ruinen bestimmen nun Erdhaufen, bereits planierte Flächen und mitten drin eine lange Reihe alter Straßenlaternen das Bild. Diese Riesenspargel blieben erhalten, damit die einstige Nutzung als Umschlagplatz zwischen Schiene und Straße auch künftig erkennbar ist, erklärt Annett Brüggemann vom Architekturbüro Spiel.Raum.Planung. „Allerdings werden die Lampen noch abgeschraubt und alle Masten mit Rankpflanzen begrünt."

Ihr Büro hatte bereits den Nordkopf des neuen „Gleisgrünzugs" im Leipziger Westen gestaltet. Seit Dezember 2013 können auf jenem Gelände, das von der Naumburger bis zur Markranstädter Straße reicht, unter anderem eine Riesenschaukel und Kletterfelsen von jedermann genutzt werden. Auch fühlen sich dort mehr als 100 seltene Zauneidechsen wohl. Seit zwei Monaten läuft nun der zweite, ungleich größere Bauabschnitt, der im Süden unmittelbar an den Nordkopf anschließt.

Hierfür musste die Stadt erst gut acht Hektar nicht mehr benötigter Flächen von der Bahn erwerben, so Stefan Geiss vom Amt für Stadterneuerung. 346 000 Euro habe die Kommune für das Areal bezahlt. Der vergleichsweise geringe Preis hängt auch damit zusammen, dass die Stadt der Bahn gleichzeitig in einem Vertrag zusicherte, dass sie ihre weiteren Flächen wie entlang der Ladestraße Ost für Neubauten wirtschaftlich vermarkten kann.

Der Abriss und die Neugestaltung des zweiten Bauabschnitts kostet noch einmal 870 000 Euro. Das Gros dieser Summe stammt aus Fördergeldern, betont Geiss. „Ziel ist, mit möglichst geringem finanziellem Aufwand für die Kommune ein deutliches Plus an Lebensqualität im Leipziger Westen zu erreichen", sagt er. Unter anderem auch deshalb stelle die Stadt fast einen Hektar der Flächen für insgesamt zehn Bürgerprojekte zur Verfügung. Dort werden ab diesen Sommer Stadtgärten, ein neues Feld für den Plagwitzer Bauspielplatz, Anlagen für Pfadfindee und ein Obsthain entstehen (die LVZ berichtete erst vergangene Woche).

Die Attraktion wird eine „Freiluftdusche", die in ihrem früheren Leben als Wasserbetankungsanlage für Dampfloks diente. Durch mehrere geplante Fuß- und Radwege gelangen etwa die Grünauer künftig von ihrer Rad-Trasse entlang der S-Bahn über den Bereich Antonienbrücke viel schneller Richtung City oder zum Jahrtausendfeld, so Geiss.

Neben dem Hauptradweg werden diesen Herbst 51 Linden gepflanzt, ergänzt Brüggemann. „Nördlich der Bürgerprojekte ist dann schon die Parkwiese zum Herumtoben fertig." Rings um die Antonienbrücke soll in den nächsten Jahren noch ein urbaner Wald wachsen. Diesen Sonntag von 15 bis 18 Uhr steigt auf dem Nordkopf ein großes Bürgerfest.

Jens Rometsch

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