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Lokales In Leipzig ohne Sauerstoffflaschen: Reinhold Messner erklimmt 6000er im Panometer
Leipzig Lokales In Leipzig ohne Sauerstoffflaschen: Reinhold Messner erklimmt 6000er im Panometer
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15:53 25.01.2013
Reinhold Messner besteigt den 6000-Zentimeter-Turm im Panometer um den 360-Grad-Blick aus 6000 Höhenmetern auf den Everest-Gipfel zu genießen. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Aus dem Blickwinkel von 6000 Metern schaut der Bergsteiger auf den Mount-Everest-Gipfel und ist über die Perspektive teilweise verwundert.

„Es ist nicht so, dass ich das Gefühl habe wieder auf dem Everest zu sein“, sagt Messner. Doch das scheint auch kaum möglich. Dort oben herrschen selbst im Frühjahr noch bis zu Minus 25 Grad, erklärt der 68-Jährige einer Besucherin. Am Freitagnachmittag hat Messner nicht solche Entbehrungen zu durchkämpfen, wie bei seiner ersten Besteigung des höchstens Berges der Welt im Jahr 1978. Damals hat er die 8848 Meter ohne Sauerstoffflaschen erreicht. So dünn ist die Luft im Panometer nicht. Doch trotzdem ruft das Asisi-Bild Erinnerungen beim ehemaligen Extremsportler hervor. 

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„Da haben sie gemalt. Und dort können gar keine Menschen stehen“, sagt Messner. Yadegar Asisi habe „natürlich verengt und ergänzt“, so Panometer-Pressesprecher Karsten Grebe. Das sei das perspektivische Spiel, das durch den Künstler hinzukomme. „Ja, es wirkt auch viel größer, als es von außen scheint“, findet Messner und hat gleich noch eine Idee für ein neues Panorama Bild: Ein Blick vom Gipfel des Berges. „Dann könnte man über die Berge schauen, ganz Tibet überblicken und Teile von Nepal sehen.“ Der Pressesprecher ist begeistert und hofft, dass Asisi darauf anspringt.

Die Everest-Schau, die erstmals 2003 in Leipzig zu sehen war, wurde pünktlich zur Erstbesteigung des Gipfels durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay vor 60 Jahren neu aufgelegt. Messner kam für das Doppeljubiläum – 10 Jahre Panometer Leipzig, 60 Jahre Erstbesteigung Everest. Die beiden Bergsteiger Hillary und Norgay hatten am 29. Mai 1953 den „Berg der Berge“ gemeinsam bezwungen. Das beeindruckende Panorama – 107 Meter breit und 27 Meter hoch – kann noch bis zum 07. Juli in Leipzig bestaunt werden.

Neues Panometer: Blick von Thomaskirche auf Völkerschlacht

Danach wird die Aussichtsplattform von 6000 auf 15.000 Höhenzentimeter hochgeschraubt, damit aus der Perspektive des Turms der Leipziger Thomaskirche die Messestadt im Jahr 1813 gesehen werden kann. „Ein Blick zum Zeitpunkt wo die Völkerschlacht schon geschlagen ist“, so Pressesprecher Grebe. Die ersten französischen Truppen rückten schon ab.

„Wir gehen ganz fest davon aus, dass der neue Termin eingehalten wird“, so Grebe. Ursprünglich sollte das Panorama „Leipzig 1813 - In den Wirren der Völkerschlacht“ am 20. Juli eröffnet werden. Der Termin wurde um zwei Wochen auf den 3. August verschoben, da Asisi plane, noch ein weiteres Fotoshooting durchzuführen. Es solle das komplexeste, menschenreichste und szenereichsten aller bisherigen Panoramen werden – zum Anlass des 200. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig.

Matthias Pöls

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