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Lokales In Leipziger Kletterhalle wetteifern Tüftler am Kunstfelsen
Leipzig Lokales In Leipziger Kletterhalle wetteifern Tüftler am Kunstfelsen
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00:17 27.04.2016
Kaja Händler (12) aus Leipzig ist die amtierende Landesmeisterin im Bouldern in der Kletterhalle NoLimit in Leipzig. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Mit Ideen, Kraft und Technik nach oben: Am Samstag richtete der Deutsche Alpenverein (DAV) Leipzig in der Leipziger Kletterhalle Bloc No Limit den Sächsischen Jugendcup im Bouldern aus. Mehr als 100 Sportler zwischen fünf und 17 Jahren nahmen an dem offenen Wettkampf teil. Von den insgesamt 150 kletternden Kindern und Jugendlichen der Leipziger Sektion, beteiligten sich 17 als Wettkämpfer an diesem Jugendcup. Eine von ihnen ist Kaja Händler (12).

Wenige Griffe und Tritte, senkrechte oder überhängende Wände und eine Aufgabe: Hochklettern ohne Seil und Gurt – und das mit so wenigen Versuchen wie möglich. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern sitzt Kaja vor der 4,50 Meter hohen Wand, schaut zu und überlegt sich ihre Kletterzüge: Mit welcher Bewegung komme ich nach oben? Was für Ideen haben die anderen? Schließlich ist die Zwölfjährige an der Reihe, setzt den rechten Fuß ab, fasst mit der einen Hand den Startgriff und zieht sich mit der anderen hoch. Jetzt kommt das vorspringende Dreieck, ist das überwunden, hat sie das Schwerste, den kräftezehrenden Überhang, geschafft. Doch Kaja setzt ihren Fuß zu weit nach vorn. Ein Fehler. Das Mädchen lässt sich auf die dicke Bodenmatte fallen. Der zweite Versuch muss klappen – und er klappt. Kaja hat sich für das Finale qualifiziert. Zeit für ein kleines Interview.

Was Spaß mache am Bouldern (Englisch für Felsblock)? „Ich kann tüfteln und viele Bewegungen ausprobieren. Denn ob es hinhaut, weiß ich ja vorher nicht. Jede Wand ist anders, der Anfang ist meist am schwersten. Die Griffe sehen zwar groß aus, aber so richtig festhalten kann man sich da nicht“, schildert die junge Sportlerin. Als Vierjährige hat Kaja mit dem Klettern begonnen, mittlerweile trainiert sie dreimal in der Woche. Stets mit an der Wand: Jannah Beck. „Durch das Klettern sind wir Freundinnen geworden“, so Kaja. „Ausgerechnet zum Jugendcup ist Jannah krank geworden. Schade, der Wettkampf wäre mit ihr viel spannender geworden.“ Denn beide gehören zum Landeskader, sind Beste ihrer Altersklasse. Durch das Bouldern lerne man auch das Klettern in der Natur, so Kaja: „Wenn man in der Luft in einer Dachroute hängt, dann fühlt man sich frei.“ Ihr Wunsch? „Einmal in den Kaukasus fahren! In Europa hoch und in Asien wieder runterklettern. Das wäre voll cool.“

Von ihrem Freizeitsport profitiert die Gymnasiastin auch in der Schule. „Bouldern“, sagen Barbara Weiner und Sven Wagner von der Leipziger DAV-Sektion, „ist hochkomplex, es ist nicht nur ein Superkrafttraining für den ganzen Körper, es trainiert auch Wahrnehmung, Konzentration und Kreativität. Die Mädchen und Jungen werden selbstbewusster.“ So wie Kaja. Sie hat es ins Finale geschafft. Jetzt werden Griffe und Tritte neu geschraubt, keiner der Finalisten darf diese vor Wettkampfbeginn sehen. Es geht los. Kaja klettert zwei von drei Boulder gleich im ersten Versuch, doch für den dritten findet sie keine Lösung. Aber es reicht: Kaja gewinnt das Finale. Die Zwölfjährige ist Beste ihrer Altersklasse.

Von Ingrid Hildebrandt

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