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Lokales In der Torgauer Straße entsteht ein Technikum
Leipzig Lokales In der Torgauer Straße entsteht ein Technikum
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00:30 12.06.2015
In der Torgauer Straße wird mit Biomasse geforscht - ab 2018 auch in zwei neuen Gebäuden (Archivfoto). Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Nachdem vor zwei Jahren der Architekten-Wettbewerb für Neubauten des in Leipzig ansässigen Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) entschieden worden war, gibt es jetzt einen neuen Zeitplan für die Realisierung des großen Investitionsvorhabens. Eigentlich sollte das mit rund 36,7 Millionen Euro veranschlagte Projekt auf dem Gelände an der Torgauer Straße längst im Gange sein, aber bisher hat sich noch nichts Sichtbares getan.

„Wir beginnen gerade mit der Ausführungsplanung, im kommenden Jahr soll die Grundsteinlegung erfolgen und voraussichtlich 2018 alles bezugsfertig sein“, sagte der administrative DBFZ-Geschäftsführer Daniel Mayer auf LVZ-Anfrage. Wie berichtet, sollen ein Technikum und ein repräsentatives fünfstöckiges Bürogebäude nach dem Entwurf der hiesigen Architekten Schulz & Schulz aus vorgefertigten Holzelementen entstehen und so auch ein ökologisches Sinnbild sein.

Für bauvorbereitende Maßnahmen rollen aber schon dieses Jahr die Bagger an. Denn bevor der Neubaukomplex wachsen kann, muss unter anderem ein altes Gebäude weichen und ein Regenwasser-Rückhaltebecken ins Erdreich eingebracht werden. „Wir freuen uns natürlich, dass nun der Baustart absehbar ist“, erklärte Mayer. Die Zusammenarbeit mit den Architekten laufe bei dem anspruchsvollen Vorhaben sehr gut.

Das DBFZ war 2008 als gemeinnützige GmbH durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gegründet und dann technisch und personell kontinuierlich gestärkt worden. Derzeit sind rund 200 Mitarbeiter auf dem Areal beschäftigt, auf dem zu DDR-Zeiten das zum Kombinat Kernkraftwerke gehörende Institut für Energetik ansässig war. Dass Leipzig zum Zentrum der Biomasseforschung werden konnte, geht letztlich auf einen Beschluss von 2002 der damaligen rot-grünen Bundesregierung zurück.

Festgelegt wurde, dass in Deutschland ein solches Zentrum eingerichtet werden soll. 2006 votierte der Bundestag für einen Standort in Ostdeutschland, zunächst wurde Barnim bei Potsdam als aussichtsreichster Kandidat gehandelt. In die Debatte schaltete sich dann auch die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren ein und warb nachdrücklich für Leipzig, das schließlich den Zuschlag bekam.

Heute deckt das vom Professor Michael Nelles geleitete DBFZ die Kompetenzfelder Bioenergiesysteme, biochemische und thermochemische Konversion sowie Bioraffinerien ab. Allerdings reichen die Räumlichkeiten längst nicht mehr aus, so dass die Neubauten herbei gesehnt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.06.2015.
Mario Beck

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