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Lokales Influenza-Saison überstanden – Fast 1000 Fälle in Leipzig
Leipzig Lokales Influenza-Saison überstanden – Fast 1000 Fälle in Leipzig
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14:00 09.05.2018
Die Grippewelle in Sachsen ist überstanden. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Fast 1000 Grippefälle hat es in der vergangenen Influenza-Saison allein in Leipzig gegeben. Im Landkreis Leipzig waren es mehr als 4500, in Nordsachsen fast 2400, wie aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Besonders häufig waren Kinder bis neun Jahren erkrankt. In dieser Gruppe wurden in Leipzig etwa 250 Erkrankungen registriert. Knapp 50 Betroffene waren älter als 80.

In ganz Sachsen wurden laut Gesundheitsministerium bis Ende April mindestens 47 700 Fälle vermerkt. Darunter waren 168 Todesfälle. Diese Zahlen könnten sich noch erhöhen – Nachmeldungen von Erkrankungen oder Todesfällen seien nicht auszuschließen, hieß es. Es sei die stärkste Influenzawelle seit 2001 gewesen.

Saison von Oktober bis April

Begonnen hatte die Saison im Oktober. Stark angestiegen seien die Infektionen aber erst ab der zweiten Januarwoche. Auch bis zum Ende der offiziellen Saison sei noch immer eine Viruszirkulation festzustellen, so das Gesundheitsministerium.

In der vergangenen Saison hatte es immer wieder Diskussionen um die Schutzimpfung gegeben. Dennoch rät Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) zur Impfung. „Wir wissen, dass kein Impfstoff gegen Influenza einen hundertprozentigen Schutz bietet“, so Klepsch laut Mitteilung vom Mittwoch. „Aber es ist die beste Präventionsmethode, die es derzeit gibt.“

Einjähriges Kind verstorben

Sachsenweit waren in dieser Saison besonders häufig ältere Erwachsene erkrankt. 29 Prozent waren zwischen 45 und 64 Jahre alt, 22 Prozent zwischen 25 und 44 und 14 Prozent älter als 64 Jahre.

Die Verstobenen waren größtenteils alte Menschen, der Mittelwert lag den Angaben zufolge bei 82 Jahren. Der jüngste Erwachsene, der an den Folgen der Grippe starb, war 37 Jahre. Zudem sei ein einjähriges Kind nachweislich an Influenza verstorben.

Von Josephine Heinze

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