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22:00 12.12.2016
Die Teams „Porsche XCube“ und „FinTec“ sind die glücklichen Gewinner des Innovationswettbewerbs und freuen sich über jeweils 5000 Euro Preisgeld. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Automobilbranche ist im Wandel. Der bedeutendste Wirtschaftszweig Deutschlands sieht sich mit großen Herausforderungen konfrontiert: Wie wird man den Bedingungen der digitalisierten Welt gerecht? Bei Autohersteller Porsche geht man die Lösung dieser Frage offensiv an: Beim „Open Innovation Lab“ bewerben sich Studenten der Handelshochschule Leipzig (HHL) mit innovativen Zukunftskonzepten und stellen diese den Vertretern des Nobelkarossenherstellers vor. Am gestrigen Montag wurden die Gewinner ausgezeichnet.

Vier Teams waren mit jeweils einem zukunftsträchtigen Projekt, das ganz im Zeichen der Digitalisierung stand, in den Wettbewerb gezogen. In dreimonatiger Arbeit wurden zusammen mit Porsche-Experten aus den anfänglichen Ideen handfeste Konzepte: Ob ein Programm zur Analyse von Plakatwerbung und Schildern sowie deren Wirkung auf Autofahrer, eine digitale Plattform für die Porsche-Angestellten, die deren Interessen und Ideen in den Arbeitsalltag miteinbeziehen soll, oder virtuelle Erlebnisse in autonomen Fahrzeugen – die Teams punkteten durch Einfallsreichtum, Professionalität und Leidenschaft.

Das wusste auch Andreas Pinkwart, Rektor der HHL, zu würdigen: „Die Studenten haben allesamt innovative Wege gefunden, um Porsche einen Schritt weiter in die digitale Welt zu führen.“ Im Hinblick auf neue Märkte und Zielgruppen seien die vorgestellten Konzepte ebenfalls äußerst vielversprechend, das Erlebnis und der Spaß am Autofahren werde auch in Zukunft ein wesentlicher Teil der Philosophie von Porsche bleiben.

Den Sieg und ein Preisgeld von jeweils 5000 Euro konnten schließlich zwei Gruppen mit nach Hause nehmen: Das vierköpfige Team „FinTec“, das mit einem Versicherungskonzept punkten konnte, das auf Simplizität und Individualität setzt, sowie das sechsköpfige Team „Porsche XCube“, das Porsche-Fahrern auch in bevorstehenden Zeiten autonomer Fahrzeuge den Spaß am Fahren vermitteln will – virtuell. Die Gewinner dürfen nun in sechsmonatiger Arbeit im sogenannten SpinLab der HHL ihre Konzepte zur Marktreife führen. Doch auch für die zwei anderen Teams ist die Arbeit an dieser Stelle noch nicht zu Ende: Auch sie werde man zu Gesprächen bei Porsche einladen, um den Innovationsstandort Leipzig zu stärken, hieß es.

Das SpinLab der HHL versteht sich als Institution, die Start-ups aus der Region fördern und mit Partnern aus der Industrie wie eben Porsche zusammenbringen will. „Die Autoindustrie befindet sich gerade in einer spannenden Phase“, betont Erik Weber, Geschäftsführer des SpinLab. „Aus rein physischen Objekten werden nun langsam fahrende Computer. Die Hersteller müssen sich entscheiden: Wollen sie weiterhin nur die Hardware liefern oder stellen sie auch die Software bereit?“

Im Porsche-Werk Leipzig hat man sich für den zweiten Weg entschieden und sich dafür um kreative Impulse von außen bemüht – ein Ansatz, den man auch in Zukunft fortführen werde.

Von Christian Neffe

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