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Lokales Internationale Wochen gegen Rassismus in Leipzig starten
Leipzig Lokales Internationale Wochen gegen Rassismus in Leipzig starten
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23:13 03.03.2016
Bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus in Leipzig sind vom 10. bis zum 23. März 60 Veranstaltungen geplant (Symbolbild). Quelle: Jürgen Schulter
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Leipzig

Bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus in Leipzig sind vom 10. bis zum 23. März 60 Veranstaltungen geplant – darunter Diskussionen, Symposien, Filme, Lesungen und Ausstellungen. Ein Schwerpunkt soll in diesem Jahr auf der Situation von Geflüchteten in ihren Heimatländern, ihren Fluchtwegen und ihrem Leben in Leipzig liegen. Außerdem soll es bei den Veranstaltungen um Rassismuserfahrungen und das Aktivsein gegen Rassismus gehen.

Insgesamt beteiligen sich 55 Vereine, Initiativen, Jugend- und Kultureinrichtungen und Mitglieder von Parteien an den Veranstaltungen. Unter anderem veranstaltet Amnesty International ein Seminar über den Umgang mit geflüchteten Menschen, die Initiative Gohlis zeigt in der Ausstellung „Eingeschlossen: Ausgeschlossen“ Perspektiven und Schicksale von Menschen in sächsischen Asylunterkünften. Am 13. März soll es im Grassi-Museum zudem einen „Global Brunch“ geben. An einer langen Frühstückstafel können verschiedene Menschen dabei miteinander ins Gespräch kommen.

„Wir müssen auch den Rassismus ansprechen, der in unserer Gesellschaft immer lauter wird. Hier brauchen wir eine klare Haltung: Argumente hören wir an, Ängste nehmen wir ernst, aber Rassismus und Hass haben bei uns keinen Platz“, so Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister und Schirmherr der Internationalen Wochen. Weiter sagte er: „Es gibt keine Rechtfertigung, Menschen anzugreifen und Unterkünfte in Brand zu stecken.“

In den vergangenen Monaten hatten Brandanschläge und Hass gegen Flüchtlinge in Sachsen immer wieder Schlagzeilen gemacht, zuletzt in Clausnitz und Bautzen. Bundesweit stand die Politik im Freistaat deshalb in der Kritik.

„Die zahlreichen an den Internationalen Wochen gegen Rassismus beteiligten Akteure zeigen am Beispiel Leipzig, dass Sachsen auch ein anderes Gesicht hat, als jenes, das durch die in den letzten Wochen beängstigend zugenommenen fremdenfeindlichen verbalen Attacken und tätlichen Übergriffen geprägt wurde“, sagte Stojan Gugutschkow, der Leiter des Referates für Migration und Integration.

Weiter Infos zu den Veranstaltungen unter www.leipzig.de/antirassismus

luc

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