Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Investor für Brühlpelz gefunden: Hochhaus in der Leipziger City soll Luxus-Hotel werden
Leipzig Lokales Investor für Brühlpelz gefunden: Hochhaus in der Leipziger City soll Luxus-Hotel werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:32 23.07.2014
Das Brühlpelz-Hochhaus in Leipzig steht seit Jahren leer. Jetzt soll aus dem 1966 erbauten Zehngeschosser ein Nobelhotel werden. Quelle: Dirk Knofe
Anzeige
Leipzig

Wie LVZ-Online exklusiv erfuhr, hat die Leipziger Stadtbau AG einen Investor gefunden, der das Hochhaus am Brühl 34-50 zu einer Nobel-Herberge umbauen will.

Passanten in der Innenstadt hatten es bereits bemerkt: Der Durchgang an dem Gebäude an der Ecke zur Reichsstraße ist seit einigen Wochen mit Holzplatten versperrt. „Es handelt sich um bauvorbereitende Maßnahmen“, erklärte Hannes Koefer, technischer Vorstand der Stadtbau AG, am Mittwoch auf Nachfrage. Als Eigentümer und Projektentwickler sucht das Unternehmen bereits seit mehreren Jahren einen Nutzer für die zuletzt als Büro genutzte Immobilie. Der ist nun offenbar gefunden.

Zur Galerie
Der gesperrte Fußgängerdurchgang im Brühlpelz.

Architektenwettbewerb für Fassade geplant

„Die Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss“, sagte Koefer. „Noch in diesem Jahr soll der Bauantrag gestellt werden.“ Der Investor plane, das 1965/66 für die Außenhandelsfirma Interpelz gebaute Hochhaus in ein hochwertiges Hotel umzubauen. Kategorie: mindestens vier Sterne. Die Bauarbeiten dafür könnten bereits Ende des Jahres starten.

Zur Investitionssumme ebenso wie zum künftigen Hotelbetreiber hält sich die Stadtbau AG noch bedeckt. Um das seit Jahren leerstehende Gebäude mit seinen knapp 9000 Quadratmetern Nutzfläche wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, dürfte Schätzungen zufolge aber eine zweistellige Millionensumme notwendig sein. Die Fassade des Gebäudes wird für die künftige Nobelherberge komplett neu gestaltet. Dazu soll laut Koefer ein Architektenwettbewerb ausgelobt werden.

Keine Tiefgarage: „Leo’s Brasserie“ bleibt

Kein Durchgang mehr: Die Passage im Brühlpelz ist bereits gesperrt. Quelle: Dirk Knofe

Auf eine neue Tiefgarage soll dagegen verzichtet werden. An diesem Punkt waren die Planungen für eine alternative Büronutzung des „Brühlpelz“ im vergangenen Jahr gescheitert. Das angrenzende Gebäude mit „Leo’s Brasserie“ hätte dafür abgerissen und einem unterirdischen Parkhaus mit 170 Stellplätzen sowie einem Neubau weichen müssen. Diese Überlegungen waren im Rathaus auf Widerstand gestoßen.

Läuft alles nach Plan, könnte das neue Hotel möglicherweise 2016 Eröffnung feiern. Der Termin würde gut passen – die Einweihung des „Brühlpelz“ zur Herbstmesse 1966 wäre dann genau 50 Jahre her. Die Brühlpelz-Herberge wäre dann das vierte Hotelprojekt auf engstem Raum in der City. Erst im vergangenen Jahr hatte gegenüber am Tröndlinring das neue Intercity-Hotel eröffnet. Am Bildermuseum laufen derzeit die Untergrundarbeiten für zwei neue Ibis-Häuser. Und Travel24 baut derzeit das Ring-Messehaus zu einer Low-Budget-Unterkunft um.

Robert Nößler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Stadtmarketing und Künstlerin Sigrid Sandmann suchen für das Lichtfests 2014 Zeitzeugen der Friedlichen Revolution. Wie es in einem am Mittwoch veröffentlichten Aufruf heißt, will Sandmann am 9. Oktober eine Lichtprojektion an das InterCityHotel bringen und dort auch Erinnerungen von Menschen zeigen, die im Herbst 1989 in Leipzig lebten.

23.07.2014

Es musste erst restauriert werden: In der Sonderschau "Umsonst ist der Tod" ist nun ein Kruzifix mit beweglichen Armen zu sehen, das auf um 1500 datiert ist. Seine Heimat ist eigentlich im Stadtmuseum Jena - nun gehört es zu den rund 300 Exponaten der Schau, die wegen des großen Interesses um drei Wochen bis zum 21. September verlängert wurde.

22.07.2014

Mit einem kritischen Blick mustert André Löser einen Moment lang die Zeichnung an der Wand vor sich. Dann taucht sein kleiner Flachpinsel wieder in die Plasteschale mit der schwarzen Farbe, und Löser zieht mit kurzen, ruhigen Bewegungen die nächsten Linien nach.

22.07.2014
Anzeige