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Lokales Jahrestag des Spatzen: Umweltschützer registrieren zunehmenden Rückgang
Leipzig Lokales Jahrestag des Spatzen: Umweltschützer registrieren zunehmenden Rückgang
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13:39 20.03.2018
Ein Spatz am Dienstag in Leipzig. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Pünktlich auf den kalendarischen Frühlingsanfang fällt in diesem Jahr auch der Jahrestag des Spatzen. „Dem Haussperling oder Spatz ist sicherlich schon jeder begegnet. Er liebt die direkte Nähe zum Menschen, dem er bis in betonierte Innenstädte gefolgt ist“, beschreibt der Naturschutzbund (NABU) Sachsen das gefiederte Tier. Bis auf die Polargebiete sind Sperlinge inzwischen nahezu überall auf der Welt zu Hause.

Allerdings ist diese Vogelart trotz ihrer weiten Verbreitung zunehmend gefährdet. Das Bayrische Landesamt für Umwelt führt den Haussperling bereits seit 2016 auf seiner roten Liste gefährdeter Tiere. „Die Bestände des Haussperlings sind rückläufig, der kurzfristige Bestand zeigt einen Rückgang um mehr als 20 Prozent“, sagte ein Sprecher. Einer der Hauptgründe: Spatzen finden nicht mehr genug Nahrung. Am liebsten mögen sie Insekten und Grassamen, an beidem mangele es in Großstädten aber inzwischen. Darüber hinaus gibt es für Spatzen kam noch Brutplätze in Gebäudenischen, im Zuge von Sanierungen gehen viele solcher Plätze verloren.

Zählung der Wintervögel: Hausspatz noch knapp vorn

Seit Jahren ist auch bei der „Stunde der Wintervögel“ des Naturschutzbundes (NABU) ein kontinuierlicher Abwärtstrend der Sperlingspopulation zu beobachten. Bei der Aktion 2018 meldeten die mehr als 5.800 Teilnehmer in Sachsen 144.613 Vögel. Am häufigsten wurden Haussperlinge (21.251 Exemplare) beobachtet, dicht gefolgt von Kohlmeisen (20.356 Exemplare) und auf den Plätzen drei und vier Feldsperlinge (15.556 Exemplare) und Blaumeisen (14.622 Exemplare).

Während die Zahl der Haussperlinge seit Jahren kontinuierlich leicht sinkt, verzeichneten zuletzt zwei andere Wintervogelarten erheblichere Einbrüche. Die Sichtungen von Amseln gingen um 37 Prozent zurück, die der Grünfinke um 13 Prozent, teilte der sächsische Umweltverband mit. (mit dpa)

https://sachsen.nabu.de/

Von mpu

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