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Lokales Jan Emendörfer im Talk mit Autor Hamed Abdel-Samad
Leipzig Lokales Jan Emendörfer im Talk mit Autor Hamed Abdel-Samad
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15:36 26.10.2016
Hamed Abdel-Samad zählt zu den profiliertesten islamischen Intellektuellen im deutschspra­chigen Raum. Quelle: dpa
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Leipzig

Abdel-Samad setzt sich kritisch mit totalitären Systemen auseinander, geht auch auf den Bolschewismus ein und zeigt auf, wo das Ganze endet: in der Unfreiheit, in der Unterdrückung Andersdenkender, in der Diktatur.

Ausgehend von der Entstehungsgeschichte erläutert er in seinem Buch, dass viele Aspekte des Faschismus auch auf den Islamismus zutreffen. Und er geht noch einen Schritt weiter: Der faschistoide Charakter sei bereits im Ur-Islam angelegt. Ausgehend vom Koran und der Überlieferung Mohammeds schlägt er einen weiten Bogen über die wichtigsten Vordenker der Vergangenheit bis hin zu den vermeintlich gemäßigten Islamisten der Gegenwart.

Seine fundierte Analyse macht deutlich, dass sich Demokratie und politischer Islamismus ausschließen. Solange die Unantastbarkeit der Religion gilt, kann die Macht nicht vom Volk ausgehen. Und solange das Prinzip des Dschihad als gottgewolltes Mittel gilt, um dem Islam zum Sieg über die Ungläubigen zu verhelfen, wird das Fundament von Terror und Unterdrückung nicht bröckeln.

Hamed Abdel-Samad ist einer der international wichtigsten Kritiker des Islamismus. Seine Autobiografie „Mein Abschied vom Himmel“ und seine inzwischen eingetroffene Prognose eines Umbruchs im Nahen Osten „Der Untergang der islamischen Welt“ haben ihm massive Kritik in islamischen Ländern eingebracht. Für die These vom faschistoiden Charakter des Islamismus wurde gegen ihn 2013 ein religiös legitimierter Mordaufruf, eine Mord-Fatwa, verhängt.

Der Autor, geboren 1972 bei Kairo, ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz und zählt zu den profiliertesten islamischen Intellektuellen im deutschspra­chigen Raum. Seit der gegen ihn verhängten Mord-Fatwa lebt er unter permanentem Polizeischutz. Trotz der Bedrohung seines Lebens tritt Hamed Abdel-Samad bei zahlreichen Lesungen und Vorträgen öffentlich auf: „Meine Gedanken können diese Fanatiker nicht erdrosseln.“

Achtung: Die Veranstaltung wurde kurzfristig in die Kuppelhalle der Leipziger Volkszeitung verlegt.

Einlass ist ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr. Der Eintritt kostet 19,90 Euro, für Studenten 15,90 Euro. Tickets gibt’s in allen LVZ-Geschäftsstellen, im LVZ Media Store (Höfe am Brühl) und in der Ticketgalerie Leipzig oder unter der gebührenfreien Tickethotline 0800/2181050. Kostenfreie Parkplätze sind vorhanden.

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