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Lokales Jede Stunde per ICE nach München – Leipzig profitiert vom Umbau in Halle
Leipzig Lokales Jede Stunde per ICE nach München – Leipzig profitiert vom Umbau in Halle
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22:39 10.02.2015

Ab Dezember fährt damit der Intercity-Express (ICE) stündlich in die Bayernmetropole, statt wie bisher nur aller zwei Stunden.

Die zweite gute Nachricht: Die Fahrzeiten nach Frankfurt am Main verkürzen sich für Reisende ab Dresden und Leipzig erheblich. Zudem setzt die Deutsche Bahn ab Dresden wieder durchweg moderne ICE-Züge ein. Seit 2013 fährt die Bahn hier alle zwei Stunden mit Intercity-Zügen.

Weil der hallesche Hauptbahnhof umgebaut wird, macht der ICE Berlin–München ab Dezember einen Bogen um die Saalestadt und fährt über Leipzig. Hallenser haben dadurch für den Zeitraum von zwei Jahren das Nachsehen und müssen in Leipzig zusteigen. Grund dafür ist der Komplettumbau ihres Bahnhofs, in dessen unmittelbarer Nähe für 700 Millionen Euro ein neuer Rangierbahnhof (Zugbildungsanlage) entsteht, sagte eine Bahnsprecherin.

Die Leipziger profitieren davon: Sie kommen dann stündlich per ICE nach München – bisher besteht ein Stundentakt nur in die Bundeshauptstadt. Zugleich verwies das Unternehmen darauf, dass man sich noch in der Planungsphase befinde. Bis Dezember 2015 kann es eventuell noch Änderungen geben.

Eine Einschränkung gibt es bereits und die geht über acht Monate. Für diesen Zeitraum ist auf der Strecke nach München im nächsten Jahr eine Umleitung vorgesehen, die sich auch auf den Takt auswirken könnte. Damit ab 2017 die komplette neue Hochgeschwindigkeits-Trasse in Betrieb genommen werden kann, erfolgt ab Januar 2016 die Totalsperrung nahe Bamberg.

Auf mehreren Kilometern Länge zwischen Bamberg und Lichtenfels muss die Neubautrasse in das bestehende Gleisnetz (Ausbaustrecke) eingebunden werden. „Das erfordert, dass wir vom 11. Januar bis zum 4. September den Fernverkehr über Erfurt und Würzburg umleiten“, so die Sprecherin. Die Reisezeit zwischen Leipzig und München bleibe aber gleich. „Wir holen auf der schnellen neuen Trasse zwischen Leipzig und Erfurt die Zeit rein, die wir mit der Umleitung über Würzburg verlieren.“

Ende des Jahres geht die neue ICE-Trasse über den Flughafen Schkeuditz nach Erfurt in Betrieb. Davon werden Reisende in Richtung Frankfurt am Main deutlich profitieren, so die Sprecherin weiter. Für Reisende ab Leipzig und Dresden verkürze sich die Fahrzeit in die Bankenmetropole am Main um eine halbe beziehungsweise fast eine Stunde. Leipziger Bahnkunden sind dann nur noch rund drei und Dresdner nur noch viereinhalb Stunden unterwegs.

Und die Fahrt wird komfortabler. Nach den Planungen fährt die Bahn die Verbindung ab Dresden dann nur noch mit ihrem Aushängeschild, dem ICE. Zur Zeit fahren vorwiegend noch veraltete, wenn auch modernisierte IC-Züge, weil die ICE-Flotte nur eingeschränkt einsatzfähig ist. Nach einem festgestellten Achsanbruch müssen die Züge nach 30.000 Kilometern zur Ultraschalluntersuchung der Achsen in die Werkstatt.

Andreas Dunte

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