Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Jedes Jahr 250 Tonnen Biomüll: Wo Leipzigs Weihnachtsbäume nach dem Fest landen
Leipzig Lokales Jedes Jahr 250 Tonnen Biomüll: Wo Leipzigs Weihnachtsbäume nach dem Fest landen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:18 27.12.2013
An rund 140 Ablagestellen in Leipzig werden aussortierte Weihnachtsbäume gesammelt. Die Entsorgung übernimmt die Stadtreinigung. Quelle: Volkmar Heinz
Anzeige
Leipzig

Der Müll summiert sich laut Stadtreinigung jedes Jahr auf rund 250 Tonnen. Verbrannt wird das Holz jedoch nicht – der Weg der Weihnachtsbäume führt ins Leipziger Umland.  

„Alle Bäume werden von uns an den Ablagestellen abgeholt und anschließend von privaten Firmen kompostiert“, erklärt Ute Brückner von der Leipziger Stadtreinigung. Die Betriebe befinden sich in Markranstädt, Delitzsch, Großpösna und Liemehna bei Eilenburg. Dort werden die Tannen, Fichten und andere Nadelgehölze zu Bodenverbesserern wie Düngemitteln weiterverarbeitet. „Deshalb ist es wichtig, dass der gesamte Weihnachtsschmuck entfernt wird“, betont Brückner.

Vom gesamten Leipziger Biomüll sind die 250 Weihnachtsbaum-Tonnen – darunter auch einzelne Äste oder Gestecke – nur ein Bruchteil. Insgesamt 13.000 Tonnen Abfall werden laut Brückner jährlich eingesammelt. Entsorgungskosten: 1,3 Millionen Euro. Mehr als 20.000 Euro davon gibt die Stadt aus, um die Christbaum-Berge zu entsorgen. Allein die Kompostierung kostet laut Brückner rund 10.000 Euro. Einsammlung und Transport schlagen zusätzlich mit mehr als 10.000 Euro zu Buche.

Die Ablagestellen, die sich meist auf Grünflächen oder in Baulücken befinden, werden bis zum 31. Januar regelmäßig geleert. „Für das Stadtbild wäre es günstig, wenn sich die Leute an diese Plätze halten“, sagt Brückner. Denn werde wild kompostiert, blieben die Bäume häufig wochenlang unbemerkt liegen.

Robert Nößler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Rechtsstreit um den Millionen-Skandal bei den Leipziger Wasserwerken (KWL) geht in die nächste Runde. Gegen das Urteil des Landgerichts Dresden sei Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt worden, teilten die Anwälte des Hauptbeschuldigten, des Ex-KWL-Chefs Klaus Heininger, am Freitag auf Anfrage mit.

27.12.2013

Zweiter Weihnachtstag, Mittag. Während in vielen Stuben erneut der Braten aufgetischt wird, herrscht in der zentralen Notaufnahme des Krankenhauses Sankt Georg die Geschäftigkeit eines normalen Werktags.

19.05.2015

Ein Resultat kann er nicht hinterlassen: Rudolf Schlatter geht Ende Januar 2014 in den Ruhestand. Wo das "Naturkundemuseum der Zukunft" entsteht, ist nach wie vor unklar.

17.01.2017
Anzeige