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„Joker“-Fall: Hatte der Täter einen Filmriss?

Leipziger Landgericht „Joker“-Fall: Hatte der Täter einen Filmriss?

Bizarrer Prozess am Leipziger Landgericht: Möglicherweise hatte Norman E. einen Blackout, als er in die Rolle des Bösewichts „Joker“ aus dem Batman-Film schlüpfte und mit einem Messer auf zwei Jugendliche einstach. Im Prozess um zweifach versuchten Mord gegen den 25-jährigen Leipziger sagte am Montag ein Notarzt aus.

Den „Joker“ aus dem Batman-Film nahm sich der Angeklagte für seine grausame Tat zum Vorbild.

Quelle: dpa

Leipzig. Möglicherweise hatte Norman E. einen Blackout, als er in die Rolle des Bösewichts „Joker“ aus dem Batman-Film schlüpfte und mit einem Messer auf zwei Jugendliche einstach. Im Prozess um zweifach versuchten Mord gegen den 25-jährigen Leipziger berichtete gestern ein Notarzt am Landgericht, dass E. noch Stunden nach den Vorfällen in seiner Wohnung in der Virchowstraße vom 24. September 2015 „nicht genau wusste, was in der Nacht passiert war“.

Norman E. habe von einem Filmriss gesprochen. „Er wusste, dass er sich im Zentralen Polizeigewahrsam befindet. Aber nicht, warum. Er nahm an, dass Alkohol der Grund war, er zu viel getrunken hatte“, sagte der Notarzt weiter. Der Beschuldigte war damals wegen Symptomen wie Zittern, Unruhe und Schweißausbrüchen aus der Haftzelle zunächst in die Leipziger Soteria-Klinik, ein Fachkrankenhaus für Suchterkrankungen, gebracht worden. E. gab gegenüber dem Arzt an, bereits seit seinem 15. Lebensjahr alkoholabhängig zu sein, zuletzt täglich einen Kasten Bier oder zwei Flaschen Schnaps geleert zu haben.

Zu den Vorwürfen äußerte sich der 25-Jährige auch am gestrigen dritten Prozesstag nicht. Wie berichtet, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass sich der Angeklagte das Gesicht (mit Quark) grellweiß schminkte, seine Augen tiefschwarz umrahmte und den Mund blutrot färbte. Danach soll er als „Joker“ mehrfach mit einem Messer auf Tracy R. (15) und Philipp B. (19) eingestochen haben, die er zuvor in seine Wohnung eingeladen hatte.

Beide überlebten schwer verletzt. Im Prozess, der bis 24. Juni läuft, wird zu klären sein, inwieweit der Angeklagte psychisch krank ist. Seine Mutter gab an, dass eine Autismusstörung sowie eine Borderline-Erkrankung vorliegen könnten.

Von Sabine Kreuz

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