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Lokales Jugendherberge am Leipziger Auensee – Grüne werfen Stadt Versagen vor
Leipzig Lokales Jugendherberge am Leipziger Auensee – Grüne werfen Stadt Versagen vor
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07:00 13.08.2017
Seit Jahren leer und dem Verfall preisgegeben: die denkmalgeschützte Jugendherberge am Auensee.  Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

 Mit einer Anfrage an den Oberbürgermeister und einer Pressemitteilung haben die Grünen am Freitag geharnischte Kritik am Leipziger Liegenschaftsamt geübt. „In großer Sorge“, so Stadtrat Tim Elschner, sehe seine Fraktion den zunehmenden Verfall der früheren Jugendherberge am Auensee. „Mittlerweile ist diese durch Vandalismus und den langjährigen Leerstand stark in Mitleidenschaft gezogen, das Objekt offenkundig schwer beschädigt und durch Diebstahl ausgeräumt.“ Anlieger würden berichten, dass wegen einer gestohlenen Wasseruhr Unmengen von Wasser über längere Zeit ausgelaufen seien. Die vor zwanzig Jahren geschlossene Jugendherberge – 1929 als Schullandheim der berühmten Leipziger Gaudigschule errichtet – hebe sich heute in unschöner Weise von den liebevoll gepflegten Objekten im Umfeld ab: so dem Spielplatz und den Infotafeln am See, Campingplatz, Parkeisenbahn, Haus Auensee, Gasthaus und Bootsverleih.

Vor einem Jahr hätten die Grünen das letzte Mal zur Jugendherberge angefragt, fuhr Elschner fort. „Damals bekamen wir zur Antwort, dass das Objekt im Dezember 2014 im Amtsblatt zur Vergabe in Erbbaurecht ausgeschrieben wurde, darauf 14 Gebote eingingen und konkrete Verhandlungen mit dem Höchstbietenden, der eine Zusammenarbeit mit dem Parkeisenbahn-Verein plante, aufgenommen wurden.“ Trotzdem sei die Verpachtung bis heute offenkundig nicht erfolgt, kritisierte Elschner. „Für mich reiht sich dieses Objekt in eine Kette anderer ein, für die sich wohl niemand im Liegenschaftsamt verantwortlich fühlt. Ob Felsenkellergewölbe, Skala oder über lange Zeit das Kino der Jugend – alles, was kein schnelles Geld bringt, scheint für Bürgermeister Albrecht und sein Liegenschaftsamt nicht interessant“, so der Stadtrat.

Das Wirtschaftsdezernat von Bürgermeister Uwe Albrecht (CDU) wies die Anwürfe der Grünen in einer Pressemitteilung zurück. „Das Liegenschaftsamt bearbeitet seine Vorgänge stets mit den gegebenen Kapazitäten und der notwendigen Sorgfalt im Interesse der Stadt“, hieß es in der Erwiderung. Ihr war jedoch kein konkreter Sachstand zum Objekt Jugendherberge zu entnehmen. Stattdessen unter anderem: „Da eine zukünftige Nutzung der Gebäude aufgrund der Lage im Naturschutzgebiet sehr stark eingeschränkt ist und sich die Gebäude bereits vor der Ausschreibung in einem schlechten Zustand befanden, gestaltete sich das Vergabeverfahren sehr schwierig.“ Zum Beispiel müssten vor der Entscheidung Brandschutzgutachten eingeholt und mit dem Bauordnungsamt abgestimmt werden. Das Plagwitzer Felsenkellergewölbe (ehemals Tanzklub „Victor Jara“) und die frühere Theaterspielstätte „Skala“ in der Gottschedstraße wurden in der Stellungnahme nicht erwähnt. Beide Objekte liegen ebenfalls seit Jahren brach, sollten eigentlich über Erbpachtverträge neue Nutzer mit kulturellem Konzept erhalten.

Von Jens Rometsch

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