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Jugendparlament will Trinkbrunnen in der City

Debatte um kostenloses Wasser in Leipzig Jugendparlament will Trinkbrunnen in der City

Wer in Leipzig an heißen Tagen auf der Suche nach kostenlosem Trinkwasser ist, wird bisher enttäuscht. Geht es nach der Meinung der Nachwuchs-Politiker aus dem Jugendparlament soll sich das bald ändern

In vielen südlichen Ländern gehören Brunnen wie diese zum Stadtbild. Das Jugendparlament will auch in der Leipziger City für kostenloses Trinkwasser sorgen.

Quelle: Leipzig report

Leipzig. Das Leipziger Jugendparlament will die Besucher der Innenstadt kostenfrei mit Trinkwasser versorgen. So geht es aus einem Beschlussvorschlag hervor, der im besten Falle noch in diesem Jahr den Stadtrat beschäftigen soll. Konkret fordern die Nachwuchs-Politiker spätestens ab dem dritten Quartal 2017 drei Wasserspender in der City aufzustellen. Anhand der „Pilotbrunnen“ könne die Stadtverwaltung bis 2019 Kosten und Nutzung der Brunnen ablesen sowie weitere Exemplare auf dem restlichen Stadtgebiet planen.

Im Jugendparlament habe der Vorschlag bereits eine breite Unterstützung erfahren. Ohne Gegenstimme wurde er mit zwei Enthaltungen und elf Ja-Stimmen abgesegnet. Auf die Frage, warum das Thema überhaupt auf die Tagesordnung rückte, hat William Rambow, Mitglied des Jugendparlaments und Vorsitzender des Jugendbeirats, eine simple Antwort: „Die Brunnen fehlen einfach in der City. Sie würden die Lebensqualität erheblich verbessern.“ In anderen Städten Deutschlands seien die Spender für kostenloses Trinkwasser, so der 20-Jährige, viel verbreiteter, in südlicheren europäischen Ländern wie Italien gar alltäglicher Bestandteil des Lebens.

Ob die Idee im Leipziger Stadtrat deswegen eine Chance hat, müsse sich aber noch zeigen. Laut Rambow habe das Jugendparlament seinen Job gut gemacht. Während der vergangenen eineinhalb Jahre, in denen das Gremium nun existiert, seien bei den Beschlussvorschlägen noch Anfängerfehler passiert, die man jetzt nicht mehr mache. Die Entscheidung liege am Ende beim Stadtrat. Bei der ersten Besprechung im Jugendbeirat, der Vertreter der Linken und der SPD beiwohnten, sei der Beschlussvorschlag schon mal gut angekommen.

Von Anton Zirk

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