Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Jugendparlament will Trinkbrunnen in der City
Leipzig Lokales Jugendparlament will Trinkbrunnen in der City
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 14.10.2016
In vielen südlichen Ländern gehören Brunnen wie diese zum Stadtbild. Das Jugendparlament will auch in der Leipziger City für kostenloses Trinkwasser sorgen. Quelle: Leipzig report
Leipzig

Das Leipziger Jugendparlament will die Besucher der Innenstadt kostenfrei mit Trinkwasser versorgen. So geht es aus einem Beschlussvorschlag hervor, der im besten Falle noch in diesem Jahr den Stadtrat beschäftigen soll. Konkret fordern die Nachwuchs-Politiker spätestens ab dem dritten Quartal 2017 drei Wasserspender in der City aufzustellen. Anhand der „Pilotbrunnen“ könne die Stadtverwaltung bis 2019 Kosten und Nutzung der Brunnen ablesen sowie weitere Exemplare auf dem restlichen Stadtgebiet planen.

Im Jugendparlament habe der Vorschlag bereits eine breite Unterstützung erfahren. Ohne Gegenstimme wurde er mit zwei Enthaltungen und elf Ja-Stimmen abgesegnet. Auf die Frage, warum das Thema überhaupt auf die Tagesordnung rückte, hat William Rambow, Mitglied des Jugendparlaments und Vorsitzender des Jugendbeirats, eine simple Antwort: „Die Brunnen fehlen einfach in der City. Sie würden die Lebensqualität erheblich verbessern.“ In anderen Städten Deutschlands seien die Spender für kostenloses Trinkwasser, so der 20-Jährige, viel verbreiteter, in südlicheren europäischen Ländern wie Italien gar alltäglicher Bestandteil des Lebens.

Ob die Idee im Leipziger Stadtrat deswegen eine Chance hat, müsse sich aber noch zeigen. Laut Rambow habe das Jugendparlament seinen Job gut gemacht. Während der vergangenen eineinhalb Jahre, in denen das Gremium nun existiert, seien bei den Beschlussvorschlägen noch Anfängerfehler passiert, die man jetzt nicht mehr mache. Die Entscheidung liege am Ende beim Stadtrat. Bei der ersten Besprechung im Jugendbeirat, der Vertreter der Linken und der SPD beiwohnten, sei der Beschlussvorschlag schon mal gut angekommen.

Von Anton Zirk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Leipzig platzt aus allen Nähten. Jedes Jahr lassen sich über 10 000 Menschen neu nieder; im Jahr 2030 könnten hier rund 720 000 Leipziger leben. Es braucht neue Wohnungen, Kitas, Schulen, Wasser- und Stromleitungen. Die LVZ zeigt in einer Serie, wie Deutschlands größte Boomtown die Weichen für ihre Zukunft stellt. Heute: Wie sich die Stadtverwaltung auf mehr Senioren einstellt.

14.10.2016

Seit fast dreißig Jahren wird das ehemalige „Kino der Jugend“ in der Eisenbahnstraße nicht mehr genutzt. Um eine Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes bemühen sich neben bürgerlichen Initiativen auch die Grünen.

13.10.2016

Rechte Gewalt macht auch vor dem Landkreis Leipzig nicht halt. Ein neues Internet-Projekt will solche Straftaten umfassend dokumentieren und analysieren.

13.10.2016