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Lokales Jung, dynamisch, Westen: Quartalsbericht der Stadt Leipzig liefert Fakten zum Lebensgefühl
Leipzig Lokales Jung, dynamisch, Westen: Quartalsbericht der Stadt Leipzig liefert Fakten zum Lebensgefühl
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16:30 30.05.2013
Kreative schätzen den Leipziger Westen. In Plagwitz ist die Entwicklung besonders dynamisch. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Jetzt untermauert der Statistische Quartalsbericht der Stadt Leipzig ein Lebensgefühl mit Fakten: Bevölkerung und Beschäftigungszahlen wachsen überdurchschnittlich, die Dichte an Selbstständigen ist enorm. Allerdings ist auch der Nachholbedarf extrem hoch.

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Schöner Wohnen im Leipziger Westen? Mitte der 1990er Jahre hatte ein Drittel der Wohnungen kein Bad, keine Dusche, kein Innen-WC. Nur ein fünftel der Gebäude war baulich intakt. Natürlich zeigte „der Westen“ in seinen Ortsteilen schon immer höchst unterschiedliche Gesichter. Während Plagwitz, Lindenau und Altlindenau von Altbauten geprägt sind, die oft schon vor 1918 entstanden sind, dominieren in Neulindenau Plattenbauten und in Leutzsch die Ein- und Zweifamilienhäuser.

Von der Südvorstadt und aus Reudnitz in den Westen

Seit 2010 wollen überdurchschnittlich viele Menschen aus anderen Vierteln und von außerhalb in den Leipziger Westen ziehen. Die Spitzenreiter der 1990er-Jahre wie die Südvorstadt, Schleußig und Gohlis, sind mittlerweile einfach voll, so die Statistiker. Aber auch aus Reudnitz-Thonberg oder Kleinzschocher orientiert man sich Richtung Karl-Heine-Straße. Die Bevölkerung wuchs im Westen in den vergangenen drei Jahren um 10,6 Prozent und lag jährlich fast in allen Ortsteilen über dem Leipziger Durchschnitt von rund zwei Prozent. Knapp 49.000 der rund 530.000 Messestädter leben derzeit im Leipziger Westen.

Der Westen ist jung: In Lindenau, Altlindenau und Plagwitz liegt das Durchschnittsalter der Bewohner zwischen 35 und 38,6 Jahren. Damit gehören die Stadtteile zu den acht jüngsten Leipzigs. An der Spitze liegt immer noch Schleußig mit 35,3 Jahren Durchschnittsalter, im Stadtgebiet insgesamt liegt der Wert bei 43,6 Jahren.

Mehr Fakten aus dem Quartalsbereicht I/2013

Einkommen und Mieten steigen in Plagwitz

Sanierter Wohnraum im Leipziger Westen: Das Brunnenviertel. Quelle: André Kempner

Das persönliche Nettoeinkommen entwickelt sich in Plagwitz am dynamischsten. 2006 hatte der Plagwitzer durchschnittlich 811 Euro pro Monat, deutlich weniger als im Stadtdurchschnitt üblich. Im Jahr 2011 waren es 1225 Euro pro Monat, 159 Euro mehr als der statistische Durchschnitts-Leipziger. Allerdings stiegen in Plagwitz auch die Mieten stärker als im gesamten Stadtgebiet. Wer 2011 eine Wohnung in dem angesagten Ortsteil hatte, musste durchschnittlich rund 5,10 Euro Grundmiete pro Quadratmeter zahlen. Der Stadtdurchschnitt lag laut Quartalsbericht bei rund 4,95 Euro. Im Westen insgesamt mussten die Bewohner zwischen 4,80 Euro und 5,10 Euro pro Quadratmeter berappen.

Als einziger Ortsteil im Westen muss Lindenau in den vergangenen Jahren einen Rückgang des Nettoeinkommens der Bewohner verkraften, übrig geblieben ist eine Summe von 894 Euro pro Einwohner.

Trotz aller Dynamik, Vorzeigeprojekten wie der Baumwollspinnerei oder dem Gründerzentrum BIC, Freizeitmöglichkeiten am Karl-Heine-Kanal oder im Stadtteilpark – im Westen sind die Menschen ungefähr so zufrieden wie der Leipziger an sich. Das ist laut Kommunaler Bürgerumfrage ziemlich glücklich: Auf einer Skala von 1 (sehr zufrieden) bis 5 (sehr unzufrieden), ordneten sich die Leipziger im Jahr 2011 ungefähr bei 2,3 ein.

Evelyn ter Vehn

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