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Lokales Jung im Körperscanner – Leipzigs Rathauschef lässt sich Maß nehmen
Leipzig Lokales Jung im Körperscanner – Leipzigs Rathauschef lässt sich Maß nehmen
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23:59 09.07.2014
OBM Jung hat sich im Forschungzentrum LIFE probehalber checken lassen. Quelle: Wolfgang Zeyen

Anhand einiger Schnelltests konnte sich der Stadtchef einen Eindruck verschaffen, was jene Frauen und Männer erwartet, die der Einladung zur größten Untersuchung von Zivilisationskrankheiten wie Demenz, Krebs oder Herzinfarkt Folge leisten. Wiegen, messen, Blut ziehen, Allergietest, Gleichgewichtssinn prüfen, Bodyscann - Beim Geschmackssinn räumte Jung allerdings kleinere Defizite ein: "Ich habe Fisch und Käse verwechselt."

Das Forschungszentrum habe seine Ziele der ersten Finanzierungsphase fast erreicht, berichtete Matthias Nüchter, Leiter der Life-Geschäftsstelle. Bis Herbst werden mehr als 10 000 Erwachsene sowie 5000 Kinder und Jugendliche das Studienzentrum besucht haben und dabei gewissermaßen auf Herz und Nieren geprüft worden sein. 120 Wissenschaftler und Ärzte erfassen zurzeit in einer Kinder- und einer Erwachsenenambulanz die Daten und, das ist die Besonderheit, schließen dabei die Lebensumstände ausdrücklich mit ein.

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"Ja, ich bin recht zufrieden mit meinen Werten", resümierte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), nachdem er gestern das Uni-Forschungszentrum für Zivilisationskrankheiten in der Philipp-Rosenthal-Straße besucht hatte. Anhand einiger Schnelltests konnte sich der Stadtchef einen Eindruck verschaffen, was jene erwartet, die der Einladung zur größten Untersuchung von Zivilisationskrankheiten wie Demenz, Krebs oder Herzinfarkt Folge leisten.

40 Millionen Euro flossen aus unterschiedlichen Quellen, große Teile aus EU-Fördertöpfen, in die erste Phase des Projekts, die zum Jahresende ausläuft. Das wäre aber verschenktes Geld, wenn die Informationen nun nicht entsprechend ausgewertet und in eine Langzeitstudie überführt werden könnten, betonten unisono die Professoren Joachim Thiery, Markus Löffler und Wieland Kiess, die den Rundgang begleiteten. Um so erfreulicher war die Nachricht von Professor Ingo Bechmann, Prodekan der Medizinischen Fakultät, dass es einen einmütigen Gremiumsbeschluss gebe, der sichert, dass weitere Mittel eingeworben werden können.

Ein Folgeprojekt des Life-Forschungszentrums ist bereits in Sicht: Die Beteiligung der Uni Leipzig an der "Nationalen Kohorte", einem von Bund, beteiligten Ländern und Helmholtz-Gemeinschaft finanzierten Verbundprojekt, das 200 000 Einwohner zu typischen Volkskrankheiten untersuchen wird. Ab August werden dazu wiederum 10 000 Leipziger um ihre Teilnahme gebeten.

Jung bezeichnete Life als "Riesenchance für uns als Stadt", eine öffentliche Studie mit gesundheitsrelevanten Geodaten zu erhalten. "Es geht weiter, auf jeden Fall", zeigte er sich zuversichtlich. Mit den Ergebnissen könnte zum Beispiel geprüft werden, ob dicke Kinder in ihrer Nähe überhaupt genügend Möglichkeiten zur Bewegung finden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.07.2014

Cornelia Lachmann

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