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Lokales Jung spricht ein Machtwort – Kürzung bei Leipziger Parkeisenbahn ist vom Tisch
Leipzig Lokales Jung spricht ein Machtwort – Kürzung bei Leipziger Parkeisenbahn ist vom Tisch
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10:32 02.03.2011
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Leipzig

Eine Kürzung sei vom Tisch, bestätigte Stadtsprecher Peter Krutsch auf Anfrage.

Vor den Einsparungen hatte die CDU-Stadtratsfraktion gewarnt und sich auf Informationen von Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) aus dem Fachausschuss Umwelt und Ordnung berufen. Demnach sollte die Unterstützung für die besonders bei Kindern beliebte knapp zwei Kilometer lange Kleinbahn auf die Hälfte zusammengestrichen werden.

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„Wird dies so entschieden, schadet man nicht nur einer Leipziger Institution und einem Element der Jugendbildung, sondern schlägt den dort tätigen Ehrenamtlichen ins Gesicht", sagte CDU-Stadträtin Sabine Heymann gegenüber LVZ-Online.

„Stinksauer" sei er, sagte Andreas Lippmann, Vereinsvorsitzender der Parkeisenbahn Auensee e.V. Leipzig, nach Bekanntwerden der Pläne.

Der Verein Parkeisenbahn schult junge Leute zum Beispiel im Rangier- und Fahrkartendienst oder als Schrankenwärter und Zugführer. Erst im vergangenen Frühjahr war eine Kooperation zwischen Deutscher Bahn und Parkeisenbahn beschlossen worden, die es den jungen Bahnern ermöglicht, bei den Profis ein Praktikum zu absolvieren.

Hätte der Stadtrat an den Kürzungen festgehalten, wäre es für die Parkeisenbahn eng geworden. Eine Lokomotive und vier Wagen müssen laut Lippmann im Herbst durch die Hauptuntersuchung, das schreibe der TÜV vor. Doch dafür würde bei einem geringeren Zuschuss dann das Geld fehlen, stellt Lippmann fest. „Und die Lok müsste an den Rand." Der Vereinsvorsitzende sieht in so einem Fall „eventuell" den gesamten Betrieb gefährdet.

Schützenhilfe kam sogar aus dem politischen Lager Rosenthals. Die Stadtratsfraktion der Linken hat Anfang der Woche laut eigener Aussage einen Änderungsantrag gestellt, der die Kürzung rückgängig machen soll. Beziffert werden die Einsparungen von den Linken  allerdings mit 9450 Euro. Statt der kleinen Eisenbahn Geld wegzunehmen, solle lieber ein Teilbetrag, der beim Umbau des Thomasalumnats gespart wurde, eingesetzt werden. Die CDU will hingegen die städtischen Kosten für den Architekturpreis kürzen.

Michael Dick/Matthias Roth

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