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Lokales Jung zum KWL-Prozess: "Noch korrupter kann man sich solche Geschäfte kaum vorstellen"
Leipzig Lokales Jung zum KWL-Prozess: "Noch korrupter kann man sich solche Geschäfte kaum vorstellen"
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20:49 29.04.2014
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) vor dem Gericht in London. Quelle: Jens Rometsch
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London

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) erklärte am Rande der Verhandlung in London, dass durch die Offenlegung aller Unterlagen, wie es das englische Recht vorschreibt, neue Beweise aufgetaucht seien.

Demnach hätten zwei Finanzvermittler, die den früheren KWL-Chef Klaus Heininger bei seinen Kreditausfall-Wetten berieten und ihn zudem mit 3,5 Millionen Euro schmierten, für ihre Dienste nicht nur bei den Wasserwerken, sondern auch bei UBS kassiert. "Noch korrupter kann man sich solche Geschäfte kaum vorstellen", sagte Jung. "Ich hoffe, dass UBS in dem Verfahren noch ein Einsehen zeigt. Wir haben sehr gute Argumente."

Im Gerichtssaal am Royal High Court of Justice wies Charles Falconer, der Top-Anwalt für UBS sowie einst Lordkanzler und britischer Justizminister, alle Vorwürfe gegen die Bank zurück. "Die KWL ist kein unschuldiges Lamm", sagte er. "Die KWL ist korrupt bis auf die Knochen." Heininger sei bereits 2005 - also ein Jahr bevor es zu den ersten Kontakten mit UBS kam - von den beiden Finanzvermittlern mit knapp einer Million Euro bestochen worden. Zu einer zweiten Bestechung, die 2006 kurz nach dem Abschluss der ersten Kreditausfall-Wetten Heiningers mit UBS in London stattfand, äußerte sich Falconer im heutigen Teil seines Eröffnungsplädoyers noch nicht. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt.

Weitere Details zum KWL-Prozess lesen Sie in der Mittwochsausgabe der LVZ.

Jens Rometsch

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