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Lokales Junge Filmer drehen Imagestreifen über Leipzig
Leipzig Lokales Junge Filmer drehen Imagestreifen über Leipzig
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15:06 03.06.2015
Die Filmemacher Jospehine Heyde und Andreas Schmidt. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Der Uni-Riese aus der Vogelperspektive. Die Kamerafahrt auf die Rathäuser im Zeitraffer. Und natürlich ganz viele Menschen, die von ihrer Heimatstadt schwärmen. „Mein Leipzig“ war in den vergangenen Tagen bereits ein Hit im Netz. Mehr als 50.000 Mal wurde der Film seit Sonntag angeschaut, auch auf Facebook etliche Male geteilt.

Hinter dem Erfolgsfilm steht allerdings nicht eine große Produktionsfirma, sondern ein kleines Leipziger Unternehmen, mit gerade einmal zwei festen Mitarbeitern. Josephine Heyde und Andreas Schmidt haben die Firma erst 2013 gegründet, seitdem einige Filmprojekte realisiert. Mit dem Imagefilm über Leipzig haben sie ihre Bekanntheit nun deutlich gesteigert. Von der Resonanz sind die beiden Filmemacher überwältigt. „Wir sind völlig überrascht davon“, sagt Geschäftsführer Schmidt immer noch etwas ungläubig. „Am Anfang war es schon ein komisches Gefühl, den Film zu posten, aber dann wurde er am Sonntag gleich über 10.000 Mal angeschaut.“


 
Spontane Idee zum Film
 
Dabei war der Streifen eigentlich gar nicht geplant. Ursprünglich sollten Andreas Schmidt und Josephine Heyde mit ihrer jungen Produktionsfirma TwoSyde mehrere Filme zum Ehrenamtstag auf den StadtFestTagen machen. Bei der Arbeit dazu kam den Medienschaffenden die Idee zu einem eigenen Imagefilm über Leipzig. Der Veranstalter willigte in das Projekt ein, Schmidt und Heyde holten sich Spezialisten für Drohnen- und Zeitrafferaufnahmen in ihr Team, auch eine Sprecherin.
 
Entstanden sind beeindruckende Bilder der Leipziger Wahrzeichen: Völkerschlachtdenkmal, Neues und Altes Rathaus, Parks und der nahe Cospudener See. Dazu die Stimmen vieler Leipziger, von jung bis alt, und schwarz bis weiß – ein Querschnitt der Bevölkerung eben. Garniert ist das ganze mit Musik. Das Ergebnis: Gänsehautfeeling pur. Auch wenn es teilweise etwas pathetisch wird und nur positive Botschaften transportiert werden.

„Natürlich fehlen da viele Aspekte der Stadt“, so Schmidt. „Aber wir wollten die Stadt einfach so darstellen, wie sie uns aufgenommen hat: mit offenen Armen.“ Der 25-Jährige Schmidt kommt eigentlich aus Radebeul. Mitgeschäftsführerin Heyde, 23 Jahre alt, ist in Görlitz aufgewachsen. Bei der Mediengestalter-Ausbildung in der Messestadt lernten sich die beiden kennen – und wagten vor zwei Jahren bewusst den Weg in die Selbstständigkeit.

Im Film „Mein Leipzig“ ist auch Prinzensänger Sebastian Krumbiegel auf dem Dach des Gewandhauses zu sehen. Ausschnitte aus einem der Auftragsfilme, den die beiden schon gedreht haben.
 
Nach dem Trubel kommt der Alltag
 
Am Mittwoch ab 16.30 Uhr werden auf dem Markt die Streifen der beiden zum Tag der Ehrenamtlichen auf den StadtFestTagen gezeigt. Wie es nach dem Erfolg jetzt weiter geht? „Bei uns stehen demnächst mehrere kleine Projekte an“, erzählt Schmidt. Erst einmal wieder normaler Arbeitsalltag also. „Die aktuelle Zuspruch war zwar emotional eine ganz tolle Belohnung, aber meine Miete muss ich ja trotzdem zahlen“, so Schmidt. Nach dem erfolgreichen Leipzig-Projekt scheint es aber sehr wahrscheinlich, dass die junge Firma der beiden bald einige neue Aufträge bekommt.

Lucas Grothe

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