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Lokales KWL-Finanzskandal: Spende für den FC Sachsen bestätigt
Leipzig Lokales KWL-Finanzskandal: Spende für den FC Sachsen bestätigt
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09:08 23.06.2010
Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Walter Oertel, langjähriger Chef des Aufsichtsrates der Leutzscher Kicker, bestätigte am Dienstag gegenüber der LVZ, dass Heininger im Jahr 2005 eine „stattliche Summe" von einem privaten Spender eingeworben hatte. „Wir Aufsichtsratsmitglieder erhielten keine Kenntnis darüber, wer der Spender ist. Herr Heininger erklärte dazu lediglich, die Geldgeber seien der Stadt Leipzig und dem hiesigen Fußball besonders zugetan. Wie hoch der Betrag genau war, kann ich aus der Erinnerung heraus nicht mehr sagen", so Oertel. Absolut sicher sei er sich jedoch, dass das Geld ordnungsgemäß verbucht und eingesetzt wurde. „Ich bin völlig überrascht, dass da jetzt Zusammenhänge zu Geheimgeschäften bei den Wasserwerken auftauchen."

Heininger sei im Oktober 2004 in den Aufsichtsrat des FC Sachsen gewählt worden, damit die kommunalen Firmen den zweckgemäßen Einsatz ihrer Sponsoring- und Spendengelder besser überwachen können. Insbesondere für den Aufbau eines Nachwuchs-Förderzentrums flossen seinerzeit - auch auf Wunsch der Politik und Stadtspitze - erhebliche Mittel der Stadtwerke und Wasserwerke an den Leutzscher Verein. Oertel: „Schon wegen dieses Engaments der Kommune legten wir äußersten Wert auf exakte Rechnungsführung und Transparenz. Spenden aus dem Rotlichtmilieu oder dergleichen hätten wir niemals angenommen. Bei Herrn Heininger ist damals niemand auch nur auf die Idee gekommen, dass bei dessen Spendern vielleicht etwas nicht stimmen könnte."

Der hiesige Anwalt, der bei der Spende von Blatz und Senf angeblich als Vermittler tätig geworden sein soll, lehnte gestern auf Nachfrage der LVZ jede Stellungnahme zu dem Thema ab.

Die Leipziger Wasserwerke haben für den FC Sachsen insgesamt rund 900.000 Euro an Spenden und Sponsoring erbracht, teilte der heutige Aufsichtsratschef Detlef Kruse mit. „Diese Summe verteilt sich auf die Jahre 2002 bis 2008. Im Gegenzug gab es Bandenwerbung, den Einsatz des KWL-Logos und andere Leistungen", sagte er.

Jens Rometsch

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