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Lokales KWL-Prozess: LVB von Jungs Äußerung wenig angetan
Leipzig Lokales KWL-Prozess: LVB von Jungs Äußerung wenig angetan
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16:19 19.08.2010
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Leipzig

Dies könnte dem Unternehmen laut Jung drohen, wenn auf die Stadt Millionenforderungen durch die Finanzdeals bei den Kommunalen Wasserwerken (KWL) zukämen. „Wir würden das bedauern, das wäre nicht im Sinne unserer Fahrgäste“, sagte LVB-Sprecher Frank Dietze am Donnerstag gegenüber LVZ-Online.

Jung hatte am Mittwoch erklärt, dass der öffentliche Nahverkehr im Fall einer Prozessniederlage der Stadt wegen der geplatzten Finanzdeals der KWL eingeschränkt werden könnte. „Wenn dieser Fall eintritt, könnte die Stilllegung einzelner Strecken drohen“, sagte das Stadtoberhaupt am Mittwoch gegenüber LVZ-Online. „Davon gehen wir derzeit aber nicht aus“, ergänzte Jung.

Bei einer Niederlage vor Gericht kämen zusätzliche Kosten von rund 285,5 Millionen Euro auf die Stadt zu. Diese Summe fordert die Großbank UBS wegen geplatzter Verträge zwischen den inzwischen entlassenen KWL-Geschäftsführern Klaus Heininger und Andreas Schirmer und dem Finanzinstitut. Hinzu kämen noch Forderungen für Zinsen sowie Anwalts- und Prozesskosten. Leipzig verweigert die Zahlungen an die UBS bislang.

Sollten die KWL bei der Niederlage vor Gericht diese Summe nicht allein schultern können, müsste die kommunale Holding LVV einspringen. Unter deren Dach sind neben den KWL auch die Stadtwerke, die Leipziger Wohnungsbaugesellschaft und die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) vereint.

Fünf Linien gelten als Sorgenkinder

Mögliches Einsparpotential sieht Jung bei den LVB durch die Einstellung von wenig profitablen Angeboten. Alle Linien ließen sich aber nur mit städtischen Zuschüssen betreiben, so Dietze. Der Sprecher gibt aber auch zu, dass einige Verbindung als Sorgenkinder gelten. Die Straßenbahnlinie 14 und die Buslinien 73, 84, 87 und 90 ständen am Ende der Fahrgastauslastung. Genaue Zahlen wollte Dietze nicht nennen.

Die Nutzung werde regelmäßig per Lichtschranke an den Türen der Fahrzeuge gemessen. Dietze will die vier Buslinien aber keinesfalls abschreiben. „Wenn im Oktober die Busnetzreform kommt, kann das schon wieder anders aussehen“, sagte er. Die Straßenbahnlinie 14 zwischen Hauptbahnhof und Plagwitz wollte das Unternehmen bereits einstellen, sei mit dem Plan aber am Veto der Stadt gescheitert.

Dietze betonte, dass die LVB bereits jetzt kräftig zur eigenen Konsolidierung beitrage. Statt der eingeplanten 54 Millionen Euro haben die Verkehrsbetriebe im vergangenen Jahr vier Millionen Euro weniger benötigt. Unternehmensziel sei es, den Zuschussbedarf bis 2012 auf 45 Millionen Euro zu senken. Eine Hoffnung haben Dietze und Jung gemeinsam – ein Sieg Leipzigs gegen die UBS.

Robert Nößler/Matthias Roth

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