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Kälteeinbruch: Flüchtlings-Erstaufnahme in Leipzig-Plagwitz geräumt

Minus 11 Grad Kälteeinbruch: Flüchtlings-Erstaufnahme in Leipzig-Plagwitz geräumt

Die verbliebenen 41 Flüchtlinge in der Plagwitzer Erstaufnahme sind am Dienstag in andere Unterkünfte umgezogen. Grund für die Verlegung ist die Kälte in der ehemaligen Sporthalle, hieß es aus der Landesdirektion.

Blick in die leere Flüchtlings-Erstaufnahme (EAE) in Leipzig-Plagwitz.
 

Quelle: Kempner

Leipzig. Nach dem Sturz des Quecksilbers in zweistellige Minusgrade ist die Flüchtlings-Erstaufnahme (EAE) in der Plagwitzer „LE Kickerhall“ vorübergehend geschlossen worden. Wie Jana Klein, Sprecherin der zuständigen Landesdirektion, am Dienstag gegenüber LVZ.de erklärte, wurden die verbliebenen 41 Bewohner auf andere Erstaufnahmen im Stadtgebiet verteilt. In der umgebauten Plagwitzer Sporthalle sei es inzwischen einfach zu kalt.

Die „LE Kickerhall“ war erst Anfang Dezember, nach umfangreichen Umbauarbeiten, für den Betrieb als EAE eröffnet worden. Das Gebäude verfügt auch über einen hauseigenen Heizraum. Wie es bei der Eröffnung vom Betreiber Johanniter Sachsen hieß, sollte die Raumtemperatur konstant auf 20 Grad gehalten werden. Zunächst lagen keine Angaben dazu vor, welche Temperaturen zuletzt in der Einrichtung herrschten. Wie Julian Rossig, Sprecher der Johanniter in Sachsen, ankündigte, werde die Heizanlage nun repariert. Geplant sei, dass die Halle danach weiterhin als Erstaufnahmeeinrichtung betrieben wird. Einen konkreten Zeitplan gibt es jedoch noch nicht.

Die betroffenen Flüchtlinge dürften in den anderen Notunterkünften zumindest problemlos untergekommen sein. Zuletzt war nur noch einem Viertel der Betten in den vom Freistaat genutzten Turn- und Leichtbauhallen ausgelastet. Knapp 1750 Menschen lebten zum Jahresbeginn in den acht Asyl-Erstaufnahmen der Messestadt – Platz wäre aktuell für 6500 Flüchtlinge.

Am Dienstagmorgen waren in Leipzig minus 11,2 Grad gemessen worden. Im regionalen Vergleich war die Messestadt sogar noch einer der „wärmeren“ Orte. Im sächsischen „Kälteloch“ Dippoldiswalde fiel das Quecksilber sogar auf minus 19,9 Grad – Tagesrekord im Freistaat.

Von mpu / maf

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