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Käßmann beklagt „verbale Aufrüstung“ im Land

Lichtfest in Leipzig Käßmann beklagt „verbale Aufrüstung“ im Land

Anlässlich des Friedensgebets zum Lichtfest 2017 war auch die evangelische Theologin Margot Käßmann in Leipzig - und fand klare Worte. Menschen würden bedroht oder niedergebrüllt, weil sie anderer Meinung seien. Das sei "beschämend".

Pfarrer Bernhard Stief, die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und Pfarrer Haroutune Selimian aus Aleppo sitzen vor Beginn des Friedensgebetes in der Nikolaikirche in Leipzig.

Quelle: dpa

Leipzig. Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat eine „verbale Aufrüstung“ in Deutschland beklagt. Menschen würden bedroht oder niedergebrüllt, weil sie anderer Meinung seien, sagte die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Montag in der Leipziger Nikolaikirche. Während der AfD-Politiker Alexander Gauland es als Ziel von Politik angebe, andere „jagen“ zu wollen, würden Menschen anderer Herkunft verachtet und tatsächlich gejagt.

Zum Leipziger Lichtfest 2017 wurden Tausende erwartet. Beim Friedensgebet in der Nikolaikirche sprach unter anderem Margot Käßmann.

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„Das ist beschämend für unser Land“, sagte Käßmann. Die Menschen in Deutschland müssten zu friedlichen Formen der Auseinandersetzung zurückfinden. Jeder könne etwas dazu beitragen, sich gegen die Hetze zu stellen.

Käßmann, die zum Friedensgebet anlässlich der friedlichen Revolution vor 28 Jahren in der DDR nach Leipzig gekommen war, warb für Mut zum Aufbruch und für Ideen für eine bessere Welt. Niemand sei 1989 mit dem Wunsch nach neuen Mauern in der Gesellschaft auf die Straße gegangen. „Um offene Grenzen ging es, um offene Herzen.“ Heute wünsche sie sich eine Definition von Deutschland, die nicht mit Abstammung zusammenhänge, sondern damit, „dass wir in Frieden und Freiheit zusammen in diesem Land leben wollen“.

Das Friedensgebet in der Nikolaikirche ist fester Bestandteil der Feierlichkeiten zur friedlichen Revolution in Leipzig. Am 9. Oktober 1989 hatten sich nach dem Gebet rund 70.000 Menschen zum Protest gegen das SED-Regime versammelt und zogen friedlich über den Leipziger Innenstadtring. Das Datum gilt heute als wichtige Wegmarke für den Zusammenbruch des SED-Regimes in der DDR und wird in Leipzig jährlich mit einem Lichtfest und einer „Rede zur Demokratie“ begangen.

LVZ

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