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Lokales Kanaldurchstich am Lindenauer Hafen beginnt – Investoren stürzen sich auf Grundstücke
Leipzig Lokales Kanaldurchstich am Lindenauer Hafen beginnt – Investoren stürzen sich auf Grundstücke
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19:09 17.07.2013
Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal beim Baubeginn des 665 Meter langen Verbindungsstücks zwischen Karl-Heine-Kanal und Lindenauer Hafen am 17. Juli 2013. Quelle: Armin Kühne
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Leipzig

Bereits seit April wurde das Gelände mittels Straßen und Wegen erschlossen, Wasser- und Abwasserleitungen wurden angepasst.

„Mit der Entwicklung des Lindenauer Hafens erfüllt sich ein langgehegter Traum vieler Leipziger“, zeigte sich Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) anlässlich des Baubeginns des zweiten Abschnitts (Baulos 2) überzeugt. „Die Gewässerverbindung ist das derzeit wichtigste Entwicklungsprojekt unserer Stadt im Bezug auf die Flächenentwicklung.“

Baubeginn der 665 Meter langen Verbindung von Karl-Heine-Kanal und Lindenauer Hafen am 17. Juli 2013. Quelle: Armin Kühne

Das zweite Baulos umfasst vor allem Tiefbauarbeiten an dem 665 Meter langen Durchstich. Insgesamt werden etwa 200.000 Kubikmeter Erde bewegt. Dazu werden ein Jahr lang täglich 40 bis 50 Lkw-Ladungen mit Aushub abtransportiert. Ein erster Abschnitt von der Plautstraße bis zu einer noch zu errichtenden Fuß- und Radbrücke soll bis zum Jahresende fertiggestellt werden. Der zweite Abschnitt von der Brücke bis zum zukünftigen Wassertorplatz soll bis Mitte 2014 abgeschlossen sein

Die Kosten für den Kanalbau betragen 3,86 Millionen Euro. Die Vorfinanzierung erfolgt aus Mitteln der Europäischen Union. Zur Tilgung sollen die Einnahmen aus dem Verkauf von Hafengrundstücken verwendet werden. Für das Gesamtprojekt Gewässerverbindung und Umgestaltung des Hafenareals belaufen sich die Kosten auf etwa 18,1 Millionen Euro.

Hafengrundstücke – Hohe Nachfrage bei Investoren

Potenzielle Investoren zeigen unterdessen ein großes Interesse an den Grundstücken im Leipziger Westen. Vor dem Beginn der Verhandlungen steht jedoch zuerst ein Auswahlverfahren der möglichen Käufer. Insgesamt sechs Baulose stehen zum Verkauf. Die Lose 1 bis 4 sind offen ausgeschrieben. Die Lose 5 und 6 sollen nur an Baugemeinschaften oder Selbstnutzer abgegeben werden. Für alle Grundstücke gingen Gebote ein.

Im ersten Vermarktungsabschnitt waren Investoren dazu aufgerufen, Entwürfe bei der stadteigenen Erschließungs-, Entwicklungs- und Sanierungsgesellschaft (LESG) abzugeben. Im Vorfeld legte der Stadtrat Kriterien fest. Gefordert waren vor allem Nutzungsmischung, Preisdifferenzierung der Wohnangebote, Angebotsvielfalt sowie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Ein Preisgericht legte unter den jeweils drei besten Angeboten eine Rangfolge fest.

Mit diesen Kandidaten werden im Herbst Verhandlungen zu den Grundstücksverkäufen aufgenommen. Zuvor muss der Stadtrat im September noch zustimmen. Interessenten für die Baulose 1 bis 4 müssen in einem nächsten Schritt konkrete Kaufpreisangebote unterbreiten. Der Verkauf an Baugemeinschaften oder Selbstnutzer (Lose 5 und 6) erfolgt zum Festpreis.

Johannes Angermann

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