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Lokales Kaputte Leipziger Gehwege: CDU fordert dringend überfällige Sanierung
Leipzig Lokales Kaputte Leipziger Gehwege: CDU fordert dringend überfällige Sanierung
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16:30 29.01.2014
Zerbröselnde Beton-Platten am Leipziger Augustusplatz - so sie es häufig auf Leipzigs Gehwegen aus. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Stadt hat im vergangenen Jahr 500.000 Euro in die Gehwegsanierung investiert und unterrichtet die Stadträte jetzt über die Umsetzung. Die erfolgten Reparaturen reichen aber noch lange nicht aus, heißt es von der CDU-Fraktion.

„Fußgänger haben in Leipzig einfach keine Lobby“, moniert der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Leipziger Stadtrat, Konrad Riedel. Er ist unzufrieden mit dem Engagement der Stadtverwaltung. Die Maßnahmen seien nicht nach dem „tatsächlichen baulichen Handlungsbedarf“, wie es die CDU-Fraktion forderte, erfolgt. „Die Verwaltung weiß doch gar nicht, wo die dringendsten Schäden sind“, kritisiert Riedel. 

 

24 beschädigte Gehwege wurden saniert

  

In einem Antrag vom Januar 2013 hatte die CDU vorgeschlagen, ein eigenständiges Gehwegesanierungsprogramm in die Wege zu leiten, das sich in der Prioritätensetzung nach der „realen Bedeutung der Fußwege“ richten und die Ortschafts- und Stadtbezirksbeiräte in die Planung einbeziehen sollte. Die Stadtverwaltung erhöhte, wie bereits im Haushalt 2012 beschlossen, den Etat für die Instandsetzung um 400.000 Euro und erarbeitete im Verkehrs-und Tiefbauamt ein eigenes Programm.  

Leipzig. Aufgesprungenes Pflaster und poröser Asphalt – für Fußgänger mit und ohne Rollatoren, Kinderwagen und Rollstühle sind die Leipziger Gehwege teilweise regelrechte Huckelpisten. Die Stadt hat im vergangenen Jahr 500.000 Euro in die Gehwegsanierung investiert und unterrichtet die Stadträte jetzt über die Umsetzung. Die erfolgten Reparaturen reichen aber noch lange nicht aus, heißt es von der CDU-Fraktion.

Ein Jahr später zieht das Amt Bilanz: 24 Einzelmaßnahmen seien realisiert worden, sieben wurden wegen der geplanten Verlegung von Leitungen auf das Jahr 2014 verschoben. „Längerfristige Defizite“ seien beseitigt worden, sagt Christoph Bock, Abteilungsleiter Straßenbau beim Verkehrs- und Tiefbauamt; und das seien eben nicht akute Schäden gewesen, die zum Beispiel durch Transporter von Lieferservices oder durch Baumwurzeln entstanden sind. Denn für diese gelte ein anderes „Finanzregularium“. Im Fokus des Gehwegsanierungsprogramms stünde vielmehr das Bestreben, „generell einen besseren Zustand zu erreichen.“ So seien beispielsweise unbefestigte Gehwege verbessert worden, wie unter anderem an der Schulstraße in Mölkau geschehen: Dort liegt nun Betonpflaster.  

Riedel: „Echte Räuberpisten, nach wie vor“

  

„Die Beschwerden über schlechte Gehwege werden immer schlimmer“ – darauf beharrt Riedel, der auch im Seniorenbeirat tätig ist. „Die Gehwege an der Thaerstraße in Eutritzsch, an der Coppistraße in Gohlis, an vielen Nebenstraßen in den Bezirken – das sind teilweise echte Räuberpisten, nach wie vor.“ Der Seniorenbeirat habe deswegen ein Schreiben an den Oberbürgermeister geschickt und hoffe nun auf ein Gespräch. „Dann gehen wir mit ihm einmal ein paar Wege ab“, sagt Riedel. Nach wie vor fordert er die Aufstellung einer Prioritätenliste.  

Die Stadtverwaltung begründet das Desinteresse an der geforderten Priorisierung damit, dass das ausschlaggebende Kriterium die Verkehrssicherungspflicht gewesen sei. „Es handelte sich ausschließlich um Maßnahmen, bei denen kein Aufschub möglich war.“  

Für 2014 ist der Etat für die Gehwegsanierung noch einmal um 17.000 Euro auf 517.000 Euro erhöht worden. Insgesamt 36 Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet sollen damit finanziert werden.

Lisa Berins

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