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Lokales Karl-Liebknecht-Straße Leipzig: Fünf neue Varianten stehen für den Umbau zur Diskussion
Leipzig Lokales Karl-Liebknecht-Straße Leipzig: Fünf neue Varianten stehen für den Umbau zur Diskussion
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16:00 01.03.2012
Ein durchgängiger Radweg ist bei den neuen Bauplänen eingeplant. Quelle: Stadt Leipzig LVB GmbH
Leipzig

Die Zeit drängt: „Wir fahren seit Jahren mit 10 Stundenkilometer und müssen bald zu einer gemeinsamen Entscheidung kommen“, sagte der LVB-Geschäftsführer Ronald Juhrs. Die neuen Entwürfe liegen auf dem Tisch. Es sei keine Frage der Finanzierung sondern eine Frage der Funktion der Karl-Liebknecht-Straße, erklärte Ulf Middelberg, der Sprecher der LVB-Geschäftsführung.

 

Die Fünf Varianten im Überblick:

So soll es Haltestelle „Hohe Straße“ nach aktuellem Plan aussehen. Quelle: Stadt Leipzig LVB GmbH

Variante 1

sieht separierte Gleise zwischen Hohe Straße und Braustraße vor, ebenso wie eine neue Haltestelle am Münzplatz und vor dem LVZ-Gebäude. Der Nachteil bei dieser Variante sei die fehlende Trennung der Straßenbahn vom Autoverkehr zwischen Braustraße bis Körnerstraße. Außerdem gestalte sich die Straßenüberquerung für die Fußgänger schwer, erklärte Torben Heinemann, Leiter für Allgemeine Planung der Stadt Leipzig.

Variante 2

beinhaltet keinen eigenständigen Gleisbereich, sodass die neue Haltestelle an der Dimitroffstraße gebaut wird. Hier müsste aber der durchgängige Radweg stadteinwärts unterbrochen werden. Gleichzeitig gäbe es Probleme beim Verkehr im Bereich der Haltestelle vor der Polizeidirektion und wegen der fehlenden Separierung von Straßenbahnen und Autos könne es ebenso zu Behinderungen kommen, sagte Heinemann.

Variante 3

ist als Fahrradstraße angedacht – aber mit gemeinsamer Verkehrsführung von Autos und Fahrrädern. Die Autos müssten sich den Fahrrädern jedoch unterordnen, da die Funktion als Fahrradstraße im Vordergrund steht. Der Hauptkritikpunkt liege laut Heinemann aber in der Funktion der Straße als Hauptverkehrsstraße, die dann nicht mehr erfüllt werden könne.

Variante 4

sieht von dem Autoverkehr getrennte Gleise zwischen Riemannstraße und Körnerstraße vor, ebenso wie halbseitig separierte Gleisbereiche. Das bedeutet, dass abschnittsweise eine Gleisseite in den Autoverkehr eingegliedert wird. Bei diesem Entwurf müssten alle Bäume auf der Ostseite gefällt werden. Somit wäre der Alleecharakter unterbrochen, erklärte der Stadtplaner.

Variante 5

sieht einen besonderen Gleisbereich von der Riemannstraße bis zur Braustraße vor, ebenso soll eine neue Haltestelle am Münzplatz entstehen. Zusätzliche Anlieferflächen sollen geschaffen und die Standorte der Bäume verändert werden. Der breite Gehweg und der Alleecharakter dürften dabei nicht verloren gehen. Die Straßenbahnen würden sich die Straße mit den Autos teilen, wobei die Tram beim Verkehr bevorzugt werden könnte. Bei dem Abschnitt südlich der Hohen Straße sollen die Gleise getrennt geführt werden.

Dieser Entwurf habe laut Heinemann auch die besten Chancen zum Vorzugsentwurf gewählt zu werden, der danach dem Stadtrat vorgelegt wird. Sie liegt als aktueller Plan dem Interessensbeirat zur Diskussion vor. „In der Variante 5 sind alle Hinweise enthalten, die von Fachleuten, Betroffenen und Verbänden gekommen sind. Es ist eine Möglichkeit, aber wir müssen alle Entwürfe in Erwägung ziehen und gemeinsam mit dem Interessensbeirat diskutieren“, sagte Heinemann.

Manuela Tomic

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