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Lokales Karli-Ausbau liegt im Plan – Fünf Millionen Euro an Fördermitteln stehen noch aus
Leipzig Lokales Karli-Ausbau liegt im Plan – Fünf Millionen Euro an Fördermitteln stehen noch aus
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17:12 22.08.2014
Besonders unter den Gehwegen, wo ein großer Teil der Kommunikations- und Stromleitungen verlegt ist, wird es langsam eng im Untergrund. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

„Die wesentlichen Ecktermine im Bauablauf werden eingehalten“, versicherte Christoph Bock, Abteilungsleiter im Tiefbauamt auf Anfrage von LVZ-Online. Bis zum 17. November soll der östliche Teil der Magistrale wieder für den Verkehr freigegeben werden. „Ab Mitte November können die Straßenbahnlinien wieder zweigleisig auf der Karli verkehren“, so die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB).

Leipzig. Die Bauarbeiten an der Südmeile Karl-Liebknecht-Straße schreiten voran. Am kommenden Wochenende müssen Anwohner, Autofahrer und LVB-Fahrgäste deswegen Einschränkungen hinnehmen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe wollen am Samstag und Sonntag die stadteinwärts führende, neu gebaute Gleisanlage anbinden, hieß es am Dienstag.

Wie Bock betonte, können Teile der Strecke, wie das Stück gegenüber dem Volkshaus, früher übergeben werden: „Die Fertigstellung des Teilabschnitts ist zum 19. September geplant.“ Damit das Straßenfest „Karli-Beben“ am 13. September ungestört stattfinden kann, wird die Fläche um den Info-Container zum Karli-Ausbau sogar eine Woche vorher geschlossen.

Zwar sei es während der Bauarbeiten auch zu Verzögerungen gekommen, diese hätten sich jedoch im Rahmen des üblichen bewegt, heißt es aus dem Tiefbauamt. Probleme gab es unter anderem mit dem Baugrund sowie den Telekommunikations- und Stromleitungen. „In einigen Abschnitten ist der unterirdische Bauraum mit dem Altbestand schon fast vollständig belegt“, erklärte Bock.

5,26 Millionen Euro Fördergelder sind noch nicht bewilligt

In Höhe des Volkshauses sind die Bauarbeiten schon weit gediehen. Schon im September wird der Abschnitt fertig sein. Quelle: Dirk Knofe

Während die Arbeiten auf der Karl-Liebknecht-Straße voranschreiten, gibt es bei der Finanzierung noch Unsicherheiten. Für den Bau der Gleisanlagen ist bislang noch kein Fördermittelbescheid über die beantragten 5,26 Millionen Euro ergangen. Das bestätigten sowohl die LVB als auch das Wirtschaftsministerium in Dresden. Damit der Bau wie geplant im Januar beginnen konnte, stellte das Ministerium im November 2013 lediglich die sogenannte Förderunschädlichkeit fest. Sprich: Auch wenn schon gearbeitet wird, kann das Projekt bezuschusst werden.

Für die Förderung mit Bundesmitteln gibt es ebenfalls Stolpersteine: Die Erneuerung der Gleise war als Teil des Bundesvorhabens zum Bau der Stadtbahnlinie 11 geplant. Doch die Kriterien des Bundes – ein separater Gleiskörper für Straßenbahnen – werden „nicht im ausreichenden Maße erfüllt“, heißt es aus dem Sächsischen Wirtschaftsministerium. Der Freistaat habe aber bereits zusätzliche Mittel eingeplant, zur Höhe konnte das Ministerium noch keine Angaben machen.

Für den Ausbau der Straßeninfrastruktur des etwa einen Kilometer langen Abschnitts vom Martin-Luther-Ring bis zur Körnerstraße wurden im vergangenen Oktober bereits 3,69 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt. Insgesamt verschlingt der Ausbau etwa 16,5 Millionen Euro.

Neben der Stadt Leipzig und den LVB sind auch die Kommunalen Wasserwerke (KWL) beteiligt. Geplant ist, die Strecke Peterssteinweg und Karl-Liebknecht-Straße in zwei Phasen zu sanieren. Seit Januar 2014 wird am stadtauswärtig gesehen linken Teil der Fahrbahn gebaut. Nach Fertigstellung und einer Winterpause wird im kommenden Jahr die andere Seite in Angriff genommen. Bis November 2015 sollen die Arbeiten zum Abschluss kommen.

Johannes Angermann

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