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Lokales Karneval 2017 steht in Leipzig auf der Kippe – Narren wollen verhandeln
Leipzig Lokales Karneval 2017 steht in Leipzig auf der Kippe – Narren wollen verhandeln
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17:25 10.02.2016
Großer Rosensonntagsumzug am 7. Februar 2016 in Leipzig.   Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

 Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Den Rathaus-Schlüssel haben die Leipziger Narren nach einem Streit um die Kosten des Rosensonntagsumzugs bereits vor der Frist sang und klanglos zurückgegeben. Im März wollen die Jecken aber zurück an den Verhandlungstisch, so Steffen Hoffmann, Präsident des Förderkomitees Leipziger Karneval, am Mittwoch gegenüber LVZ.de.

Der Termin für die Gespräche über Kosten für die Straßenreinigung und ein Sicherheitskonzept sei aber noch nicht offiziell angefragt. „Unter den jetzigen Bedingungen kann ich nicht versprechen, dass es im nächsten Jahr einen Umzug geben wird“, betonte er. Gleichzeitig schloss Hoffmann aus, dass der Verein aus Geldnot künftig Eintritt für den Umzug in der City nehmen könnte. „Das wird es mit mir als Präsident nicht geben“, so Hoffmann. Der Leipziger Straßenkarneval müsse als Event offen für alle bleiben.

Trotzdem: Bei der Finanzierung gibt es große Fragezeichen. Ein Knackpunkt bei den gewünschten Gesprächen mit der Stadt könnte das Sicherheitskonzept werden. Zum ersten Mal habe die Stadt in diesem Jahr ein ausgefeiltes Papier angefragt. 50.000 Menschen säumten am Rosensonntag den Leipziger Umzug, und ausreichend Sicherheits- und Rettungskräfte seien da Pflicht, so Hoffmann. Von den Kosten in Höhe von 15.000 Euro fühlten sich die Jecken aber überrollt.

„Wir tun doch etwas für die Stadt“

Nach Gesprächen mit Polizei und Verwaltung konnte der Sicherheitsaufwand realistischer eingeschätzt und die Kosten gesenkt werden, schildert Hoffmann. Die Karnevalisten konnten mit privatem Engagement zahlen und schließlich feiern. Für den Umzug 2017 wollen die Narren gleich effektiver planen: „Da können wir als Verein auch von den Erfahrungen profitieren. Für uns war das ja dieses Jahr alles neu“, sagt Hoffmann.

Eine fünfstellige Summe kann der Verein aber auch im kommenden Jahr voraussichtlich nicht aufbringen. Dazu kommen gestiegene Kosten für die Straßenreinigung, die laut Stadt auch in diesem Jahr nicht kostendeckend weitergeben wurden. Das Förderkomitee wünscht sich dennoch mehr Unterstützung von der Verwaltung. „Der Karneval ist die erste Großveranstaltung in Leipzig im Jahr. Wir tun doch auch etwas für die Stadt“, sagt Hoffmann.

Von Evelyn ter Vehn

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