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Lokales "Karussell" nimmt Fahrt auf - Interview mit Jürgen Ulrich zu Reha-Sport an der Pleiße
Leipzig Lokales "Karussell" nimmt Fahrt auf - Interview mit Jürgen Ulrich zu Reha-Sport an der Pleiße
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22:00 15.08.2013
Jürgen Ulrich. Quelle: André Kempner

Wer sich unbedingt dazu einfinden sollte und wie Interessenten vor Ort finden - Förderkreis-Vorstand Ulrich erklärt's:

LVZ:

Sie bezeichnen das "Gesundheitssportkarussell" als eine Idee, die von Leipzig aus Modellcharakter für andere Kommunen haben könnte. Was ist so einmalig dran?

Jürgen Ulrich:

Dass es uns gelungen ist, an jenem Tag 16 Vereine und Institutionen in der Stadt zu gewinnen, die einmal ihre Türen für Menschen allen Alters und jeglicher Konstitution öffnen, die ehemals oder gerade an Krebs erkrankten oder die präventiv etwas gegen solch eine Erkrankung tun möchten. Man weiß ja inzwischen, dass mit sporttherapeutischer Begleitung die Krebsentwicklung durchaus positiv beeinflussbar ist. Das Ganze versteht sich als ein großes Projekt zur Rehabilitation. Und wir möchten ganz einfach Krebspatienten und Interessierten mal zeigen, was es dafür in Leipzig für Potenzial, für Sport- und Bewegungsangebote gibt.

Vielleicht können Sie ja mit Beispielen ein paar andeuten?

Der Bogen reicht vom Klettern, Tischtennis und Wassersport übers therapeutische Reiten einschließlich Voltigieren bis hin zu ganzheitlichen Geschichten, wo sich Koordination und Kraft trainieren lassen. Linedance etwa gehört dazu, auch Nordic Walking, Pilates, funktionelle Gymnastik, Yoga. Ich denke schon, da kann jeder, der mal reinschnuppert, irgend etwas Passendes für sich finden.

Was kostet das "Reinschnuppern" ?

Nichts. Wobei man vielleicht noch sagen sollte, es geht an dem Tag nicht nur um die Sport- und Bewegungsangebote zum Ausprobieren und Mitmachen. Da kriegen Gäste in den Vereinen auch noch ein schönes Infopaket mit Tipps und entsprechenden medizinischen Vorträgen von Profis dazu.

Also sind noch ein paar mehr Partner mit im Boot?

Stimmt. Abgesehen davon, dass das Gesundheitssportkarussell unter der Schirmherrschaft von Sachsens Sozialministerin Christine Clauß und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung steht, sind auch die Experten von der Krankenkasse Barmer GEK, der Sächsischen Krebsgesellschaft; von Medica-Klinik, Uni-Klinikum, Kassenärztlicher Vereinigung und Mitteldeutschem Verkehrsverbund MDV im Boot.

Der MDV macht Sie ja, wie zu hören war, in der Angelegenheit besonders glücklich?

Das kann man wohl sagen! Das hängt mit unserem Info-Flyer für das "Karussell" zusammen, in dem noch mal alle Angebote ausführlich aufgeführt sind. Diese Flyer liegen unter anderem bei Vereinen, Apotheken, Ärzten und in Bürgerbüros aus. Und wer sich so einen Flyer schnappt und vom Hausarzt oder Onkologen abstempeln lässt, kann die MDV-Verkehrsmittel zu den Vereinen am 31. August gratis nutzen.

Von der Vorbereitung her scheint also alles in Sack und Tüten.

So weit schon. Ein wenig hängt es nun noch von den onkologisch und hausärztlich tätigen Medizinern ab, infrage kommende Patienten auf die Veranstaltung hinzuweisen. Und nicht zuletzt haben es ein Stück weit auch die Betroffenen selbst in der Hand, inwieweit sie das Angebot annehmen und ihre Gesundheit mit befördern. Und ob sich, sollten sie rege Gebrauch machen, das Gesundheitssportkarussell dann gar mal jährlich "dreht".

Näheres im Internet auf der Seite gesundheitssportkarussell-leipzig.de.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.08.2013

Angelika Raulien

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