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Lokales Katholikentag in Leipzig: 300 Teilnehmer übernachten in Hallen für Flüchtlinge
Leipzig Lokales Katholikentag in Leipzig: 300 Teilnehmer übernachten in Hallen für Flüchtlinge
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Weil Privatquartiere fehlen, werden mindestens 300 Dauer-Teilnehmer des 100. Katholikentages in diesem Flüchtlingsheim in der Braunstraße unterkommen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

So allmählich nimmt die Hektik zu bei den Organisatoren des 100. Katholikentages vom 25. bis 29. Mai in Leipzig. Nur noch knapp drei Wochen sind es bis zur Eröffnung auf dem Markt. 1000 Veranstaltungen an rund 70 Orten innerhalb des Stadtgebiets warten auf die etwas weniger als 30 000 Dauer-Teilnehmer. Mit dem bisherigen Anmeldestand ist das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) als Gastgeber „sehr zufrieden, zumal Anmeldungen ja immer noch möglich sind“, wie ZdK-Sprecher Theodor Bolzenius betonte. Beim letzten großen Laien-Treffen vor zwei Jahren in Regensburg hatten sich 24 000 Menschen eine Dauerkarte geholt. Hinzu kamen damals jeweils rund 15 000 Tagesgäste. Mit ähnlichen Zahlen rechnet das Zentralkomitee auch für die fünf katholischen Tage von Leipzig.

Womit die Veranstalter allerdings nicht gerechnet haben, ist die Zurückhaltung der – überwiegend kirchenfernen – Bevölkerung in der Region Leipzig bei der Bereitstellung von Betten in Privatquartieren. 4000 Schlafplätze hatten sie sich erhofft, nur 2700 stehen gegenwärtig zur Verfügung. Bettenmangel – ein Novum in der Geschichte der modernen Katholikentage. Wie berichtet, hat das Organisationsbüro in der Nikolaistraße deshalb 800 Dauer-Teilnehmern dieser Tage mitgeteilt, dass für sie nur eine Unterbringung in einer der vielen Gemeinschaftsunterkünfte – Klassenräume in Schulen – möglich sein wird. Am Mittwoch ließ ZdK-Sprecher Bolzenius gegenüber Medienvertreter verlauten, dass 300 dieser Dauer-Gäste bereit sind, in einem bislang ungenutzten Flüchtlingsheim in der Braunstraße die Nächte zu verbringen. Das Land Sachsen habe dem Zentralkomitee die Leichtbauhallen in Schönefeld angeboten, weil derzeit immer weniger Schutzsuchende in den Freistaat kommen und die als Erstaufnahmeeinrichtung vorgesehenen Hallen bisher nicht in Betrieb genommen werden mussten. Von den übrigen 500 angeschriebenen Gästen habe es trotz der Privatquartier-Misere nahezu keine Absagen gegeben – „von zehn abgesehen“, zeigte sich Bolzenius erleichtert.

Mehr lesen Sie in der Print- und E-Paper-Ausgabe der Leipziger Volkszeitung vom 6. Mai 2016.

Von dom/lyn

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