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Kaum Teilnehmer bei „Wir sind das Volk“-Demo am Sonntag in Leipzig – Großes Polizeiaufgebot

Kaum Teilnehmer bei „Wir sind das Volk“-Demo am Sonntag in Leipzig – Großes Polizeiaufgebot

Am Montag ist wieder Legida-Tag in Leipzig, will das islam- und ausländerfeindliche Netzwerk erneut über den Innenstadtring ziehen. Bereits am Sonntagabend wollte an gleicher Stelle aber auch eine bisher unbekannte, andere Initiative ihre Flagge zeigen.

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Am Sonntagabend kamen nur wenige Teilnehmer zur Demo von "Wir sind das Volk". Rund 100 Polizisten sicherten die Veranstaltung ab.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Allerdings waren weniger als zehn Teilnehmer am Startpunkt Nikolaikirche zugegen. Die Polizei zeigte Präsenz und war mit einem großen Aufgebot zur Stelle, rund 80 Gegendemonstranten meldeten eine Spontanveranstaltung an und zogen durch die City.

Wie LVZ-Online erfuhr, sollte ab 19 Uhr eine bei der Stadtverwaltung angemeldete Kundgebung auf dem Nikolaikirchhof unter dem Titel „Wir Sind Das Volk Demo 89“ mit anschließendem Aufzug über den Ring starten. Angesichts der geringen Teilnehmerzahl – bis Sonntagabend blieb unklar, ob die Anmelder der Demo selbst vor Ort waren – liefen insgesamt sechs Unterstützer von „Wir sind das Volk“ nur die Nikolaistraße bis zum Hauptbahnhof herunter und kehrten dann wieder um, berichteten Augenzeugen.

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Leipzig. Am Montag ist wieder Legida-Tag in Leipzig, will das islam- und ausländerfeindliche Netzwerk erneut über den Innenstadtring ziehen. Bereits am Sonntagabend wollte an gleicher Stelle aber auch eine bisher unbekannte, andere Initiative ihre Flagge zeigen. Allerdings waren weniger als zehn Teilnehmer am Startpunkt Nikolaikirche zugegen.

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Etwa 80 Gegendemonstranten meldeten eine Spontandemo an und zogen vom Kirchhof über den Neumarkt bis zum Wilhelm-Leuschner-Platz. Die Polizei sperrte den Versammlungsort von „Wir sind das Volk“ am Nikolaikirchhof ab, am Augustusplatz standen laut Augenzeugenberichten bis zu 40 Einsatzfahrzeuge, auch ein Hubschrauber kreiste über der Leipziger City. Zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Verkehrsbehinderungen kam es nicht, teilte die Polizei am Abend gegenüber LVZ-Online mit.

Wie Stadtsprecher Matthias Hasberg erklärte, erfolgte die Anmeldung am späten Freitagabend durch eine Privatperson und wurde auch ohne Beanstandung vom Ordnungsamt genehmigt. Nach Einschätzung der Leipziger Polizei gehört die Initiative nicht zum Umfeld von Legida oder Pegida. Mit Blick auf die auch von Ressentiments gegen Migranten durchsetzten Veröffentlichungen der Gruppe ist eine inhaltliche Nähe aber zumindest nicht zu verhehlen.

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Stellungnahme von "Wir sind das Volk 89" am Samstag auf Facebook.

Quelle:

In einer ersten, inzwischen gelöschten Stellungnahme am Samstag auf der Facebookseite erklärten die Organisatoren: „Ziel dieser friedlichen Demonstration soll es sein, ähnlich wie Legida/Pegida etwas zu ändern, nur das wir Punkte dazugenommen haben die uns wichtig sind, und sich nicht direkt an die Ausländischen Mitbürger richten.“ (Anmerkung: Fehler im Original) In den anschließenden fünf Forderungen hieß es unter anderem, dass Flüchtlinge die Bundesrepublik überhäufen würden, dies unterbunden werden müsse, auch weil angeblich zwei Drittel der Migranten hochkriminell seien.

Nach Ansicht der Initiatoren leben viele Deutsche von der Hand in den Mund, während den Flüchtlingen die staatliche Unterstützung regelrecht hinterher geworfen werde. In den weiteren Forderungen wurde unter anderem auch kostenloser öffentlichen Nahverkehr in Leipzig und die Übernahme von Strom- und Medikamentenausgaben bei Bedürftigen angemahnt. Mit den Worten „es ist an uns etwas zu tun ... Wir Sind das Volk , Nur Gemeinsam sind wir Stark !!!!“, endete dieser erste öffentliche Forderungskatalog der Initiative. Am Sonntag wurde das Papier allerdings bereits mehrfach überarbeitet.

Auch in den sozialen Netzwerken erhielt die Gruppe kaum Rückhalt. Lediglich 18 Personen hatten am Sonntagnachmittag signalisiert, dass sie am Abend auf dem Nikolaikirchhof dabei sein wollten. Gegen 21 Uhr war auch die Veranstaltungsseite auf Facebook nicht mehr erreichbar und offenbar entfernt.

Matthias Puppe/boh

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