Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Kaum eisige Tage in Leipzig – 2015 war extrem trocken und sonnig
Leipzig Lokales Kaum eisige Tage in Leipzig – 2015 war extrem trocken und sonnig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 28.01.2016
Im Jahr 2015 gab es nur wenige eisige Tage in Leipzig.   Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

 Die Folgen des Klimawandels sind auch in Sachsen deutlich zu spüren. 2015 geht nach Spitzenreiter 2014 als das zweitwärmste Jahr in Sachsen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte ein. Das Jahr 2015 sei mit seinen Besonderheiten ein Ausdruck für den voranschreitenden Klimawandel in Sachsen gewesen, so die Experten des Landesamts für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG). Die Behörde gab am Donnerstag in Dresden gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienstes (DWD) einen Überblick zur aktuellen Entwicklung.

Gerade bei der Erwärmung sei in den vergangenen 30 Jahren ein deutlicher Anstieg zu beobachten. „Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen“, so Klimareferent Johannes Franke. Wie die Institutionen weiter mitteilten, stellen die steigenden Temperaturen die Landwirtschaft und auch die Trinkwasserversorgung vor immer größere Herausforderungen.

Die Forscher und Meteorologen nutzen den Zeitraum 1961 bis 1990 als Referenzperiode. Danach stieg die Temperatur im Durchschnitt um 1,9 Grad Celsius. Im Sommer lag die Abweichung bei +2,5 Grad, im Winter bei +2 Grad. Besonders deutlich ragt der Dezember heraus: Da lagen die Temperaturen 5,9 Prozent über dem Durchschnitt des Vergleichszeitraums.

Heiße Sommertag – wenig Frost in Leipzig

Für Leipzig sieht die Situation im Einzelnen wie folgt aus: Die Zahl der heißen Tage über 30 Grad Celsius hat sich in etwa verdreifacht. Waren es 1961 bis 1990 noch durchschnittlich sieben Tage im Jahr, schwitzten die Leipziger 2015 an 22 Tagen bei derart hohen Temperaturen. Dazu gab es erheblich mehr „Sommertage“, an denen das Quecksilber bis zu 25 Grad anstieg: An 50 Tagen wurde es in Leipzig wärmer als 25 Grad – aus Sicht der Statistiker ein Anstieg um 39 Prozent. Gleichzeitig gab es weniger Frost- und Eistage. Gerade mal drei Tage verzeichnen die Meteorologen, an denen die Temperatur höchstens die Null-Grad-Grenze erreichte, das ist ein Minus von 88 Prozent zum Vergleichszeitraum.

Gleichzeitig war das Jahr 2015 in Sachsen extrem trocken. Im Frühjahr viel im langfristigen Vergleich ein Drittel weniger Regen. Im Mai lag das Niederschlagsdefizit bei 70 Prozent, so die Aufzeichnungen von DWD und LfULG, nur der Februar war mit 80 Prozent weniger Niederschlag noch trockener.

Talsperren sichern Trinkwasserversorgung

Die Landwirtschaft im Freistaat stand damit laut Klima- und Wetterexperten vor enormen Herausforderungen: Nur die Niederschläge im Juli und August konnten für die Ernte Anfang August noch „gute bis mittlere Erträge“ retten. Für den Mais kam der Regensegen allerdings zu spät, erklären die Wissenschaftler.

Die Dürreperioden zeigten sich auch in extremen Niedrigwasserständen - von trockenen Bächen bis zu Tiefstständen an der Elbe. Das Grundwasser sei außerdem besonders betroffen. Nach dem Winter 2013/14 habe es auch 2015/15 praktisch keine Grundwasserneubildung gegeben. Das in den Talsperren gespeicherte Wasser habe wesentlich geholfen, „die Trinkwasserversorgung in Sachsen auf einem hohen Niveau zu halten.“

Von Evelyn ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Grube-Halle wird bald wieder Sportlern zur Verfügung stehen. Vor dem Hintergrund derzeit zurückgehender Flüchtlingszahlen wird das Gebäude nicht mehr als Unterkunft gebraucht. In der nächsten Woche sollen die Bewohner ausziehen.

29.01.2016
Lokales Werner Volkmar lädt seit 20 Jahren nach Wiederitzsch ein - Von der Singdrossel zur Lerche

Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen, sagte einst der berühmte Konzertgeiger und Dirigent Yehudi Menuhin. „Stimmt!“, sagt Werner Volkmar, der vor mehr als 66 Jahren an einem Sonntag in Chemnitz zur Welt kam. Vielleicht wurde ihm schon damals das „Fröhliche Singen“ in die Wiege gelegt, zu dem er allein in Wiederitzsch exakt seit 20 Jahren einlädt?

28.01.2016

Die Hoffnung auf Elefanten-Nachwuchs im Zoo Leipzig wird abermals enttäuscht: Das ungeborene Kalb ist tot. Bei einer Ultraschall-Untersuchung der hochträchtigen Elefantenkuh Thura seien keine Lebenszeichen des ungeborenen Jungtiers festgestellt worden.

10.01.2018
Anzeige