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Lokales Kegelbahnen made in Leipzig
Leipzig Lokales Kegelbahnen made in Leipzig
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19:30 28.09.2016
René Stüdemann zeigt Claus Gröhn und Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (von rechts) die Seilmaschine der Ahlborn Kegel- und Bowlingbahnenbau GmbH. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Kegeln ist ein Volkssport in Sachsen, etwa 100 Vereine gibt es im Freistaat. Die Bahnen, über die die Kugeln rollen, werden unter anderem in Leipzig gebaut: in der Ahlborn Kegel- und Bowlingbahnenbau GmbH. Seit 1909 existiert das Unternehmen, das seine Waren mittlerweile international versendet.

Auf seiner Betriebstour besichtigte Handwerkskammer-Präsident Claus Gröhn gestern zusammen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und der Polizei Unternehmen in der Stadt. Er wollte wissen, wie es ihnen geht. Die Bahnenbaufirma war eine der Stationen.

Bei Ahlborn wird viel selbst gemacht, der Service reicht von der bloßen Lieferung bis hin zum kompletten Aufbau der Bahnen. „In München bauen wir gerade acht Bowlingbahnen auf“, sagte Prokurist René Stüdemann. Ende 2008 haben sie ihren Geschäftsbereich erweitert. „Seit dem Jahr produzieren wir die Maschinen für die Aufstellung selber“, erzählte Stüdemann. Immer häufiger nachgefragt sei die Seiltechnik, die sie anbieten.

Der Prokurist demonstrierte dies direkt an der Maschine: Die Pins oder Kegel sind durch je ein Seil mit der Maschine verbunden und werden, wenn sie umfallen, nach oben gezogen, um dann richtig aufgestellt zu werden. „Verknotet sich das Seil, versucht die Maschine, es durch durch Auf- und Ab-Bewegungen zu entwirren. Das klappt gut“, erklärte Stüdemann.

Diese Maschine ließe sich kostengünstiger warten als das Pendant ohne Seile. „Fürs Bowling ist die andere Variante traditioneller. Mittlerweile gibt es aber auch Kunden, die lieber die Seilmaschine haben wollen für die Pins“, so der Prokurist.

Der Sport aus Amerika sei erst nach der Gründung des Unternehmens dazugekommen – angefangen haben sie mit Kegeln, so Stüdemann. Die Geschichte zeige, dass beide Arten nicht weit voneinander entfernt liegen. „Die europäischen Einwanderer brachten das Kegeln nach Amerika. Weil sie aber auch Wetten auf Spiele abschlossen, wurde es schließlich verboten. Daher änderten die Leute ein wenig die Regeln, nannten es Bowling und konnten wieder spielen“, erklärte Stüdemann.

Die Ahlborn Kegel- und Bowlingbahnenbau GmbH hat sich dem Trend angepasst, da das Spiel aus Amerika in Deutschland immer beliebter wurde. Daher bieten sie mittlerweile neben den normalgroßen auch Mini-Bowlingspiele an. „Die Bahnen sind kürzer, die Pins kleiner. Sie können beispielsweise in einem Hotelfoyer eingebaut werden oder in Bars“, sagte Stüdemann.

Von 1909 bis heute habe sich einiges geändert in der Firma. „Früher haben wir die Kegel noch selbst gedrechselt“, erzählte der Prokurist. Generell wurde am Anfang viel aus Holz gebaut, jetzt komme mehr Kunststoff und Metall zum Einsatz. „Die Pins haben aber weiterhin einen Kern aus Holz – damit sie beim Umfallen richtig klingen“, so Stüdemann.

Im nächsten Jahr stehe eine große Veranstaltung für die Firma an: Ahlborn sei Ausrüster für die Kegel-Weltmeisterschaft 2017. „Die Bahnen stellen wir beispielsweise, auf denen gespielt wird“, sagte Stüdemann.

Neben dieser Firma wurden auch die Aischmann GbR, die We Love Waxing UG und die Goldschmiede Garcia bei der Leipzig Tour besichtigt.

Von Andrea Schrader

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