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Lokales Kein Prozess nach Organspendeskandal an Leipziger Uniklinik
Leipzig Lokales Kein Prozess nach Organspendeskandal an Leipziger Uniklinik
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18:29 07.05.2018
Ärzte bei einer OP: Der Organspendeskandal an der Uniklinik Leipzig hat für zwei unter Verdacht stehende Ärzte keine juristischen Konsequenzen. Quelle: dpa
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Leipzig

Fünf Jahre nach dem Auffliegen eines Organspendeskandals am Leipziger Uniklinikum wird es keinen Strafprozess gegen zwei Ärzte geben. Die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen den Nichteröffnungsbeschluss des Landgerichts Leipzig vom Februar sei als unbegründet verworfen worden, teilte das Oberlandesgericht Dresden (OLG) am Montag mit.

Die Staatsanwaltschaft hatte den beiden Ärzten Armin T. und Christoph B. vorgeworfen, in 31 Fällen Krankendaten so manipuliert zu haben, dass ihre Patienten schneller auf der Warteliste für ein Spenderorgan nach vorne rückten. Sie sollen zwischen 2010 und 2011 den Gesundheitszustand einiger ihrer Patienten bei der europaweiten Koordinierungsstelle für Lebertransplantationen übertrieben schlecht dargestellt haben, so dass andere Patienten benachteiligt wurden. Die Staatsanwaltschaft wertete dies als versuchten Totschlag.

Das Landgericht hatte keinen hinreichenden Tatverdacht festgestellt und die Eröffnung eines Strafprozesses gegen zwei Ärzte abgelehnt. Dagegen hatte die Anklagebehörde Beschwerde eingelegt, die nun verworfen wurde. Gegen den Beschluss des OLG sind keine Rechtsmittel vorgesehen.

Von LVZ

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