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Lokales Kein neuer Rekord: Hochwasser und Störungen vermiesen Leipziger Schleusen die Jahresbilanz
Leipzig Lokales Kein neuer Rekord: Hochwasser und Störungen vermiesen Leipziger Schleusen die Jahresbilanz
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23:59 12.02.2014
Die Anzahl der Schleusungen - wie hier in Connewitz - ging im Vorjahr deutlich zurück. Quelle: André Kempner

Im Gegenteil: Die Anzahl der Schleusungen ging an den beiden Schleusen Connewitz und Cospuden insgesamt um fast 30 Prozent auf gut 14.000 zurück.

Ein bisschen hatte man im Vorjahr in Stadtverwaltung und beim Grünen Ring schon damit geliebäugelt, dass auch im dritten Jahr nach Fertigstellung der beiden Schleusen in Connewitz und Cospuden ein neuer Rekord erreicht werden könnte. Doch das Hochwasser und der brütende Eisvogel machten dieser Hoffnung einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Dürfte für den Einbruch im Mai vor allem die weitgehende Sperrung des Floßgrabens verantwortlich gemacht werden, war es im Juni das Hochwasser. Den Floßgraben konnten Paddler wegen des unter strengem Naturschutz stehenden Eisvogels oft nur an den Wochenenden für jeweils vier Stunden befahren.

"Die niedrigen Nutzungszahlen im Juni sind auf das Hochwasser zurückzuführen, das ab 1. Juni inklusive Ablassen der im Flutgebiet liegenden Stauräume fast fünf Wochen dauerte", bestätigte Angela Zábojník vom Amt für Stadtgrün und Gewässer. Das schwache Gesamtergebnis sei zudem mit dem Erlass der Allgemeinverfügung "über besondere Schutzmaßnahmen des Eisvogels" am Floßgraben von Anfang Mai bis 15. August zu erklären.

Schleuse Connewitz: Mit insgesamt knapp 7200 Booten wurden nur noch 80 Prozent des Vorjahresergebnisses gezählt. Lediglich im Juli wurde die 2012er-Marke übertroffen. Etwas besser die Bilanz bei den Motorbooten - 325 Schleusungen bedeuten 90 Prozent des Vorjahres. Kleiner Trost am Rande: Connewitz holte sich den Titel "Meistgenutzte Schleuse" wieder zurück.

Fisch-Kanu-Pass Connewitz: Die Anzahl der Nutzungen (knapp 2900) ging um fast ein Viertel zurück. Nur im Juli lag das Aufkommen über dem des Vorjahrs.

Schleuse Cospuden: die große Verliererin. Nur knapp 6400 Boote wurden gezählt - 64 Prozent des Vorjahrs. Noch düsterer sah es bei den Motorbooten aus, 178 Schleusungen machten nur 56 Prozent des 2012er Aufkommens aus.

Technik: An der Connewitzer Schleuse wurden im Vorjahr 21 Störungen registriert, in Cospuden waren es sogar 26. "Hauptursachen waren der sogenannte Gefahrenstopp, wenn die Schleuse zu früh verlassen oder bei Schließung der Tore noch eingefahren wurde", erklärte Zábojník. Hinzu seien Defekte an der Technik, Störung durch Treibgut sowie Fehlbedienungen gekommen.

Sonstiges: Mit etwa 250 Booten wurden nur 30 Prozent des Aufkommens 2012 per Hand umgesetzt. Die Anzahl der Service- und Infogespräche durch den Bürgerdienst LE schnellte hingegen nach oben. Über 13 000 Mal waren die Helfer gefragt - ein Plus von fast 50 Prozent. Gut 500 gezählte Motorboote zeigen, dass deren Anteil auf 3,6 Prozent zurückgegangen ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.02.2014

Martin Pelzl

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