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Kein weiterer Schutz gegen Nachtfluglärm am Airport Leipzig/Halle nötig

Kein weiterer Schutz gegen Nachtfluglärm am Airport Leipzig/Halle nötig

Die Landesdirektion Leipzig hält weitere Schutzauflagen für die Nachtflüge am Flughafen Leipzig/Halle für unnötig. Das geht aus einer Mitteilung der Behörde vom Donnerstag hervor.

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Flugzeuge stehen in der Nacht auf dem Flughafen Leipzig.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Die Entscheidung sei das Ergebnis der diesjährigen Überprüfung der Nachtfluglärmbelastung. Wie aus den von der Landesdirektion veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht, ging der Anteil der nächtlichen Flugbewegungen 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent zurück.

Von Mai bis Oktober fanden zwischen 22 und 6 Uhr 14.643 Flugbewegungen statt. 2008 waren es noch 15.235. Dabei stieg der Anteil der Flugbewegungen auf der Start- und Landebahn Nord von 8,7 auf 14,7 Prozent. Der Anteil am Nachtflugverkehr auf der Südbahn verringerte sich entsprechend.

Veränderungen gab es laut Landesdirektion ebenfalls bei den eingesetzten Flugzeugtypen. So wurden rund 30 Prozent weniger der lärmintensiveren schweren Strahlflugzeuge sowie 17 Prozent weniger der schweren Propellerflugzeuge abgefertigt.

Dennoch: Nachts wird am Flughafen Fracht umgeschlagen. Die Post-Tochter DHL hat am Airport ihr europäisches Frachtdrehkreuz errichtet. Pro Werktag werden rund 1200 Tonnen umgeschlagen. Gut 50 Maschinen landen nachts und heben nach gut zweistündiger Ent- und Beladung wieder ab.

Die Leipziger Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert auch deshalb die Bestellung eines unabhängigen Lärmschutzbeauftragen für den Flughafen. Ein entsprechender Antrag steht auf der Tagesordnung der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause am 18. August. „Es ist natürlich schön, dass sich die Lärmbelastung innerhalb der gesetzlichen Grenzen bewegt", sagte Grünen-Abgeordneter Oliver Fanenbruck am Donnerstag auf Anfrage von LVZ-Online. „Trotzdem ist es vor Ort natürlich sehr laut."

Daran könnte ein Lärmschutzbeauftragter etwas ändern. Es gibt auch bereits eine Person mit entsprechender Verantwortlichkeit. Allerdings sei die beim Flughafen angestellt, so Fanenbruck. „Wenn der beim Flughafenchef tatsächlich rigoros Lärmschutzverbesserungen durchsetzen will, ist er unter Umständen seinen Job los. Das ist ungefähr so, als wäre ein Angeklagter auch gleich Staatsanwalt."

Deshalb fordern die Grünen die Bestellung eines solchen Verantwortlichen durch die Stadt. Der solle dann auch bei der Kommune angestellt sein. Das garantiere Objektivität. „Kosten müssen dadurch keine entstehen", erläuterte Fanenbruck den Vorschlag. „Wir schlagen ein kostenneutrales Modell vor. Der Flughafen übernimmt die Kosten, egal welche Empfehlungen der Lärmschutzbeauftragte gibt." Entsprechende Lösungen gebe es in Frankfurt, München, Berlin und Hannover.

„Wir möchten, dass auch bei uns in Leipzig umgesetzt wird, was anderswo selbstverständlich ist", so Oliver Fanenbruck. Dass der Flughafen mit diesem Vorschlag nicht glücklich sein wird, sei ihm und seinen Ratskollegen klar. „Darum darf es aber nicht gehen. Der Lärmschutzbeauftragte soll helfen, vermeidbaren Lärm zu vermeiden. Das kann er am besten, wenn er unabhängig von jedem äußeren Einfluss arbeitet."

Antje Henselin-Rudolph

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