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Lokales Keine Autos in Leipziger Parks: Grüne fordern strenge Regeln auch zu Großveranstaltungen
Leipzig Lokales Keine Autos in Leipziger Parks: Grüne fordern strenge Regeln auch zu Großveranstaltungen
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00:01 17.09.2014
Leipzigs Parks sollen strenger als bisher für den Autoverkehr gesperrt werden, fordern die Grünen. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Clara- und Johannapark seien den Leipzigern nicht nur als Oasen der Entspannung lieb und wichtig, so die Grünen. Sie weisen auch auf europäische und nationale Naturschutzgebiete in den Stadtparks hin. Deshalb soll der motorisierte Verkehr außen vor bleiben, abgesehen von einigen Ausnahmen.

Der Antrag für die Ratssitzung am Mittwoch sieht vor, auf Schleußiger Seite die Zufahrt Richtung Sachsenbrücke und Anton-Bruckner-Allee zu erhalten: Der Abschnitt sei bereits Spielstraße und diene dem Betriebssportverein AOK Leipzig als Parkplatz. Im Bereich des Nonnenwegs soll außerdem wie bisher die Zufahrt bis zum Sportgelände des SV Schleußig möglich sein. Lieferverkehr für Gastronomie im Glashaus, am Musikpavillon und an der Rennbahn soll ebenso weiterhin passieren dürfen.

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Spätsommerliche Impressionen aus Leipzigs Parklandschaften.

Verwaltung: Sperrungen können ausgedehnt werden

Der Vorstoß der Grünen findet insgesamt in der Leipziger Verwaltung offene Ohren. Eine Ausweitung der schon jetzt für den Kfz-Verkehr eingeschränkten Abschnitte sei denkbar. „Das ist ein öffentliches Verfahren mit Beteiligung der Anlieger“, erklärt Michael Jana, amtierender Chef des Verkehrs- und Tiefbauamts.

Die Max-Reger-Allee sei derzeit zwar faktisch zum Teil für den Kfz-Verkehr gesperrt, formal aber noch teilweise als Ortsstraße gelistet. Nach einer Umwidmung zur beschränkt öffentlichen Straße seien die Hürden für eine Umleitung durch den Park wie zum Leipzig-Marathon dann deutlich höher, so der Verkehrsexperte. Nur in Ausnahmen, etwa bei großen Havarien, könne die Stadt natürlich von der Regelung abweichen.

Änderungen bei der Widmung des Rennbahnwegs hält Jana dagegen für unwahrscheinlich. Die Straße dient der Anbindung der Galopprennbahn im Scheibenholz. Endgültig vom Tisch ist die Diskussion um den Nonnenweg als mögliche Umleitungsstrecke während der Sanierung der Könneritzstraße. Im Gespräch war ein Zeitraum von einigen Wochen im Sommer 2016. „Es ging um die Anbindung einiger Wohnhäuser und eines Parkhauses im Bereich Industriestraße, und dafür gibt es jetzt zum Glück andere Möglichkeiten“, so Jana.

Evelyn ter Vehn

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