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Lokales „Keine Kosten-Revolution“: Grüne kritisieren LVB-Pläne der SPD
Leipzig Lokales „Keine Kosten-Revolution“: Grüne kritisieren LVB-Pläne der SPD
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10:54 12.06.2018
Die Stadtratsfraktionen wollen den Anstieg der Ticketpreise bei der LVB begrenzen. (Symbolbild) Quelle: Knofe
Leipzig

Auch die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat sich inzwischen zu den Bemühungen der SPD geäußert, den Anstieg der Ticketpreise bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) deutlich abzubremsen. Die von der SPD vorgeschlagene Reduzierung der jährlichen Fahrpreiserhöhungen von 3,5 auf zwei Prozent sei „keine Kosten-Revolution“, erklärte Michael Schmidt, Stadtrat und Mitglied im LVB-Aufsichtsrat. „Es zeigt vielmehr, dass die SPD stets nur am kleinsten gemeinsamen Nenner interessiert ist.“

Wie berichtet, treten die Grünen und die Ratsfraktion der Linken für ein Tarifmoratorium ein – also nicht nur für eine Begrenzung des Fahrpreisanstiegs, sondern für einen Verzicht auf jedwede Anhebung. An dieser Forderung werde festgehalten, so Stadtrat Daniel von der Heide (Grüne). Neben Zuschüssen für den laufenden Betrieb  müssten die LVB auch mehr Investitionszuschüsse erhalten, ergänzte der verkehrspolitische Sprecher der grünen Ratsfraktion.

„Traumwelt“: SPD kritisiert Grüne

SPD-Stadtrat Heiko Oßwald reagierte am Montag mit Kopfschütteln auf diese Position. „Die Grünen agieren in ihrer eigenen politischen Traumwelt“, erklärte er. „Man will keine Fahrpreiserhöhungen mehr, höhere Zuschüsse von der Stadt und dann noch den Stadtwerken, die die Verkehrsbetriebe finanzieren, einen überhasteten Kohleausstieg bis zum Jahr 2023 verordnen. Alle wissen, bis auf die Grünen, dass das nicht funktionieren kann.“

Andreas Tappert

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