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Lokales Keine Lösung im Streit um freie Radios in Sicht
Leipzig Lokales Keine Lösung im Streit um freie Radios in Sicht
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18:03 02.12.2009
Quelle: André Kempner
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Leipzig

Für Radio blau, Radio t und coloRadio läuft die Finanzierung ihrer Sende- und Leitungskosten durch Apollo Ende des Jahres aus. Gegen weniger Sendezeit auf der UKW-Frequenz von Apollo würde der Privatsender die Kosten für eine alternative digitale Verbreitung im Internet übernehmen, teilte der Betreiber am Mittwoch mit. Vorstellbar sei auch, die Online-Angebote der freien Radios medial zu unterstützen.

Das lehnen die freien Radios jedoch ab. „Sie wollen sich nicht ins Internet verbannen lassen“, sagte ihr Rechtsanwalt Thomas Neie am Mittwoch in Leipzig. Darauf hätten sich bereits alle Sender auf ihren Mitgliederversammlungen geeinigt. Vor allem Kinder und Senioren könnten über das Internet nicht mehr erreicht werden. „Das ist keine Lösung“, sagte Neie. Er hoffe auf ein Treffen am 7. Dezember. Dann wollen sich beide Seiten noch einmal zusammensetzen. Bei einem ersten Gespräch Ende November konnte keine Einigung erzielt werden.

Die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) bezeichnete den Vorschlag als vernünftig. Sie wolle sich allerdings auf keine Seite schlagen, erklärte Geschäftsführer Martin Deitenbeck.

Die jährlichen Sende- und Leitungskosten für die freien Radios belaufen sich auf rund 40 000 Euro und wurden bisher von dem Privatsender übernommen. „Apollo Radio“ ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrere privater Radioanbieter, darunter Radio PSR und Hitradio RTL. Die drei freien Radios senden wöchentlich 49 Stunden auf der Frequenz von Apollo.

dpa

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