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Keine Wohnungen auf der Agra - Zukunft für Wave-Gotik-Treffen gesichert

Keine Wohnungen auf der Agra - Zukunft für Wave-Gotik-Treffen gesichert

Der Stadtrat hat gestern Abend die Notbremse gezogen: Der Bau von Eigenheimen im nördlichen Teil des ehemaligen Agra-Geländes ist endgültig vom Tisch. Das Verfahren zur Erstellung eines Bebauungsplanes ist eingestellt.

Stattdessen soll die Stadt jenen Teil des Geländes kaufen. Es geht um eine knapp 16 Hektar große Fläche östlich der Mühlpleiße zwischen Helenenstraße und dem Haupteingang des ehemaligen Agra-Geländes an der Bornaischen Straße. Die Deutsche Auktions- und Handelsgesellschaft (DAHG) wollte dort Einfamilienhäuser bauen, was zu heftigem Widerstand bei Anwohnern führte. Sogar eine Initiativgruppe zur Rettung des Agra-Geländes gründete sich. Diese befürchtete vor allem Konflikte, da das Gelände für Märkte und kulturelle Großveranstaltungen genutzt wird. Dazu gehören beispielsweise das jährliche Wave-Gotik-Treffen oder die Feierlichkeiten zum Jubiläum der Völkerschlacht. „Es bestand die Gefahr, dass uns das Wave-Gotik-Treffen als wichtiger Wirtschaftsfaktor verloren gegangen wäre“, erklärte Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU). So wurde im Internet bereits über eine Verlagerung nach Dresden diskutiert. Das Pfingstspektakel mit etwa 20 000 Besuchern bringe aber einen jährlichen Umsatz von etwa 15 Millionen Euro. „Der Erhalt des Geländes für Veranstaltungen hat für uns oberste Priorität.“ Das sahen Sabine Heymann (CDU) und Juliane Nagel (Linke) so. „Die Bürger sind keineswegs politikmüde. Sie haben erfolgreich Einfluss auf den Bebauungsplan genommen“, sagte Nagel.  „Dadurch wird der Weg für eine durchdachte Entwicklung des Agra-Geländes freigemacht“. Mit großer Mehrheit wurde die Verwaltungsspitze beauftragt, Kaufverhandlungen mit der DAHG zum Erwerb der Grundstücke aufzunehmen. „Wir sind nicht daran interessiert, dass die DAHG die gewerbliche Nutzung ihrer Fläche ausbaut“, so Albrecht. Bis 2010 sollen für den Kauf insgesamt 2,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Stadtrat René Hobusch (FDP) kritisierte diese Summe jedoch als „viel zu hoch für eine Gewerbefläche“. Laut Verwaltung sei „der eingetretene Sachverhalt für alle am Verfahren Beteiligten nicht vorhersehbar“ gewesen. Die Debatte war als eilbedürftig eingestuft worden, da die Firma für ihre Neuorientierung Sicherheit benötige, um nicht in Insolvenz zu geraten. Darüber hinaus soll ein Konzept in Auftrag gegeben werden, wie das Areal künftig gemeinsam mit der Stadt Markkleeberg entwickelt werden kann. Zu diesem Zweck sollen externe Sachverständige einbezogen werden. Das kritisierte Heymann, die einen „Wettbewerb der Konzeptionen“ bevorzugt. Annette Körner (Grüne) meinte hingegen: „Das Konzept lässt sich nicht nebenbei entwickeln, was auch die letzten 15 Jahre gezeigt haben.“

Mathias Orbeck

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