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Lokales Keine Zufahrt über diese Poller – ein Drittel der Taxifahrer darf nicht in die Leipziger Innenstadt
Leipzig Lokales Keine Zufahrt über diese Poller – ein Drittel der Taxifahrer darf nicht in die Leipziger Innenstadt
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18:07 31.01.2013
Vielen Taxis in Leipzig bleibt die Zufahrt in die Innenstadt verwehrt. Quelle: Regina Katzer
Leipzig

Sie fordern freie Zufahrt für alle. Doch die Stadt findet an diesem Zustand nichts verkehrt.

„Die Stadt stellt sich auf den Standpunkt: mehr Karten gehen nicht. Das halte ich für eine Ausrede. Denn aus technischer Sicht, sollte es kein Problem sein, mehr Karten zu erstellen“, sagt Hans-Jürgen Zetzsche, Geschäftsführer von Taxi-Ruf 4884.

682 Taxis haben in Leipzig eine Konzession, aber nur 460 dürfen in die Innenstadt, teilte das Leipziger Ordnungsamt LVZ-Online mit. An diesem Bedarf habe sich seit Jahren nichts geändert, also sehe die Stadt auch keinen Anlass etwas zu ändern.

„Für Leipzig hat das eine schlechte Außenwirkung. Denn woher soll ein Kunde wissen, wenn er am Flughafen einsteigt, dass er mit einigen Taxis nicht bis in die Innenstadt gelangen kann“, so Geschäftsführer Zetzsche. Sein Unternehmen hat 200 Taxis, davon dürfen 154 in die City.

Die ersten Poller wurden 1998 aufgestellt und nach und nach kamen weitere hinzu. Die letzten wurden 2011 im Bereich Katharinenstraße/Brühl und Thomasgasse installiert. „Ab 2001 sind die Zufahrtsgenehmigungen für die Innenstadt dann für 50 Mark verkauft worden“, sagt Zetzsche. Einige Taxifahrer hätten damals gesagt: „So ein Quatsch, warum soll ich Geld dafür bezahlen, um in die Innenstadt fahren zu dürfen.“

Jetzt können die Fahrer nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung in die City. Doch nur wenn ein andere Taxifahrer seine Lizenz zum „Poller senken“ abgibt, kann auch eine erhalten werden. Von Seiten der Stadt „handelt sich dabei um eine Ermessensentscheidung“, erklärt das Ordnungsamt.

Die Stadt will damit zu viel Verkehr aus der verkehrsberuhigten Zone in der City heraushalten. Der Hintergrund, dass nicht alle Taxifahrer eine Zufahrts-Genehmigung haben: Kurz nach der Wende wurden 1200 Taxikonzessionen ausgeteilt. „Das war sicherlich etwas viel“, erklärte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) auf dem Wahlforum in Grünau in der vergangenen Woche. Dort hatte ihn Taxifahrer Sven Bonk auf das Problem angesprochen und den Zustand als Wettbewerbsverzerrung bezeichnet. OBM Jung versprach, dass er sich darum kümmern wolle, der Mann solle sich schriftlich an ihn wenden.

„Derzeit gibt es eine Anfrage zu dieser Thematik, die entsprechend bearbeitet wird“, so das Ordnungsamt. „Aber die Warteliste für die Zufahrtsgenehmigungen ist lang“, sagt Taxiunternehmer Zetzsche.

Matthias Pöls

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