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Lokales Kernstück des Bürgerbahnhofs Plagwitz eröffnet
Leipzig Lokales Kernstück des Bürgerbahnhofs Plagwitz eröffnet
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13:56 20.09.2015
Kleines Fest zur Eröffnung: Am Sonnabend wurde der zweite Bauabschnitt des Bürgerbahnhofs Plagwitz freigegeben. Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

In das Kernstück des Bürgerbahnhofs in Leipzig-Plagwitz zieht nun Leben ein. Am Sonnabend wurde der zweite Bauabschnitt offiziell fertiggestellt und von den Bürgermeistern Dorothee Dubrau (parteilos) und Heiko Rosenthal (Die Linke) übergeben. Künftig soll es hier einen Bauspielplatz, ein Pfadfinder-Areal, Bürgergärten und urbane Landwirtschaft geben.

Baubürgermeisterin Dubrau lobte die Zusammenarbeit von Bürgern, Vereinen, Initiativen und Stadtverwaltung, durch die das Projekt zwischen Antonien- und Naumburger Straße überhaupt erst möglich wurde. Abermals sei deutlich geworden, dass Leipzig eine „Stadt des Bürgersinns ist“. Rosenthal, ihr Amtskollege aus dem Umweltressort, hob die Bedeutung des neugestalteten Areals hervor: „Der Bürgerbahnhof Plagwitz ist ein wichtiger Teil der größten und vielseitigsten innerstädtischen Grünverbindung, die in den letzten Jahren in Leipzig entstanden ist.“ Das Gebiet erweitert den Grünzug von Stadtteilpark Plagwitz, Henriettenpark, „Grünen Gleisen“ und Bahnschneise Eythraer Straße.

Am Wochenende ist der zentrale, zweite Bauabschnitt des Bürgerbahnhofs in Leipzig-Plagwitz freigegeben worden. Noch gibt es auf den neuen Flächen viel zu tun, bevor die Bürgergärten erblühen. Künftig laden unter anderem ein Bauspielplatz und ein Pfadfinder-Areal die Besucher ein. Fotos: Michael Frömmert

Die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt am Bürgerbahnhof hatten im März dieses Jahres begonnen. Auf fast einem Hektar Fläche wurden unter anderem alte Gebäude abgebrochen sowie Lagerflächen und Bahnsteige entsiegelt. Auf 3500 Quadratmetern wurde Gleisschotter durch Oberboden ersetzt, den die Bürgerprojekte nun nutzen können.

Auf den neuen Pflanzflächen bietet die Stiftung „Ecken wecken“ Möglichkeiten zum Gärtnern, die Annalinde gGmbH wird in ihrem Erntepark Obst und Gemüse anbauen. Später soll es auch ein Café geben. Workshops und soziokulturelle Angebote richten sich an Schulen und Kindertagesstätten, aber auch an Flüchtlinge und alle Menschen mit Interesse am gemeinsamen Gärtnern.

Neues Domizil für den Bauspielplatz

Der Bauspielplatz „Wilder Westen“ findet ebenfalls sein neues Domizil an der Röckener Straße. Dafür zieht der Verein Kiwest von der Klingenstraße nur wenige hundert Meter weiter, wo auch künftig mit Holz und Lehm gebaut werden soll. Leipziger Pfadfinder – der Stamm Leo – schlagen ihre Zelte für Gruppenstunden oder auch für ganze Tage und Wochen auf.

Der alte Bauspielplatz in der Klingenstraße. (Archivfoto) Quelle: André Kempner

Der Umbau der Fläche hat nach Angaben der Stadt etwa 1,2 Millionen Euro gekostet. An der Finanzierung beteiligten sich die Kommune, der Freistaat, der Bund und die Europäische Union. Im dritten und letzten Abschnitt des neuen Bürgerbahnhofs Plagwitz sollen noch ein urbaner Wald und Wege entstehen. Zuvor muss jedoch noch die neue Antonienbrücke fertiggestellt werden. Sie soll Ende kommenden Jahres freigegeben werden.

Bis Anfang der 1990er-Jahre diente der rund 1600 Meter lange Bahnhof dem Güterumschlag für das Industriegebiet Plagwitz-Lindenau. Insgesamt 20 Verbindungsbahnen bedienten über 100 Gleisanschlüsse. Mit dem Zusammenbruch der Industrie im Leipziger Westen verlor der Güterbahnhof nach der Wende seine Funktion.

maf

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